USA & UK senden Truppen nach Libyen


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London und Washington werden 1.000 Soldaten nach Libyen entsenden, um sich dort gegen den Islamischen Staat zu verteidigen.

Bild: Latuff

Die USA und Großbritannien werden insgesamt 1.000 Soldaten nach Libyen entsenden, um sich dort gegen den Islamischen Staat zu verteidigen, meldeten Medien am Montag. Nach dem Sturz des früheren Staatsoberhaupts Muammar Gaddafi durch westliche Alliierte brach das Chaos in dem nordafrikanischen Staat aus.

Im ganzen Land kämpfen seither militante Gruppen um die Vorherrschaft. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hatte im Dezember davor gewarnt, dass der Islamische Staat nach Norden expandieren und die Küste unter Kontrolle bringen könne, was weitere Migrationswellen nach Europa auslösen würde. In der vergangenen Woche meldeten US-Medien, dass US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama ähnlich wie in Syrien und im Irak auch einen größeren Militäreinsatz in Libyen plant.

Nach offizieller Darstellung fanden im Jahr 2011 in Libyen und einigen anderen nordafrikanischen und arabischen Staaten aus heiterem Himmel Proteste gegen die Regierung statt („Arabischer Frühling“). Aus purer Nächstenliebe griffen die Westalliierten in das Geschehen ein.

Tatsächliche Ursache dafür waren jedoch heftige Nahrungsmittelspekulationen westlicher Banken. Zufällig hatte Gaddafi zudem zuvor die Idee einer gesamtafrikanischen Gold-Währung ins Leben gerufen und arbeitete an deren Umsetzung. Laut veröffentlichen Emails der damaligen Außenministerin Hillary Clinton war dies der tatsächliche Grund für den Einmarsch.