USA: Kluft zwischen Arm und Reich immer größer


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Die USA sehen sich selbst als „middle-class country“, doch hat das mit der Realität längst nicht mehr viel zu tun: Während die unteren 90 Prozent der US-Bürger inflationsbereinigt nur 59 Dollar pro Jahr mehr verdienen als 1966, konnten die oberen 10 Prozent um 116’071 Dollar zulegen.

Arm und unfrei:
Die Vereinigten Staaten von Amerika

Die Einkommen der unteren 90 Prozent aller US-Bürger stiegen zwischen 1966 und 2011 unter Berücksichtigung der (offiziellen) Inflationsrate um mickrige 59 Dollar. Dies hat der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist David Cay Johnston für einen Beitrag auf taxanalysts.com errechnet. Im gleichen Zeitraum stiegen die Jahreseinkommen der reichsten 10 Prozent aller US-Bürger um 116’071 Dollar.

„Um dem eine Perspektive zu geben“, so Johnston, „möge man sich vorstellen, die 59 Dollar entsprechen 1 Zoll [= 2,54 cm, d.Verf.], im Verhältnis dazu stiegen die Einkommen der oberen 10 Prozent um 168 Fuß [=51 Meter].“ Mit der Studie möchte der Journalist auf die immer weiter auseinanderklaffende Kluft zwischen Arm und Reich in den Vereinigten Staaten aufmerksam machen. Laut einer Studie des Congressional Budget Office aus dem Jahr 2011 stiegen die Einkommen des unteren Fünftels aller US-Bürger zwischen 1979 und 2007 nominal um 20 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete das obere 1 Prozent einen Einkommenszuwachs von 275 Prozent.

Die Einkommensunterschiede in den USA sind so hoch wie seit fast einem Jahrhundert nicht mehr. Die USA bezeichnen sich selbst als „middle-class country„, doch hat das mit der Realität längst nichts mehr zu tun. Im Jahr 2011 erhielten CEO in US-Unternehmen 340 mal höhere Einkommen als durchschnittliche Arbeiter. 1980 hatten sie nur das 42-fache verdient.

4 Kommentare

  1. meine „uralte“ Mutter meinte heute nach der Regierungspropagnadasendung der ARD um 20:00 h, was sei dieser Nordkoreaner doch für ein Irrer, den USA den Krieg zu erklären und warum überhaupt.

    Ich lasse es, ihr zu erklären, wer hier der Irre ist, sie versteht es sowieso nicht aufgrund ihrer lebenslangen Indoktrination durch Adolf und anschließend den Kapitalismus.

    Aber so funktioniert Propaganda – Göbbels hätte glänzende Augen bekommen.

    Nun, meinen Meinung zu Amiland, der wachsenden Armut wegen immer höherer Aufwendungen für Krieg und Zinsen für die Wallstreet, habe ich ja bereits zur Genüge kundgetan. Schön, dass es jetzt auch mal ein Ami aufgreift.

    Es scheint doch besser, im Sinne von schenllere innerer Zersetzung zu laufen, als ich dachte und das ist gut so. Denn je schneller dem Ami das Geld ausgeht, umso eher müssen seine GIs Zuhause bleiben, so ode so!

    Muy bien, molto bene, tres bon!

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