USA: 24% mehr Selbstmorde als 1999


von

In den USA hat sich die Selbstmordrate seit 1999 um insgesamt 24 Prozent erhöht. Der deutlichste Anstieg (20 Prozent) war bei Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren festzustellen.

Selbstmord
New York City, USA, Bild: Eigene Fotografie

Laut einem Bericht des US-Magazins Newsweek, der sich auf eine aktuelle Untersuchung des US Centers for Disease Control and Prevention beruft, hat sich die Selbstmordrate in den USA seit dem Jahr 1999 um 24 Prozent erhöht. Waren es im Jahr noch 10,5 Suizide je 100.000 Personen, waren es im Jahr 2014 sogar 13. Der deutlichste Anstieg war bei Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren festzustellen, hier stieg die Selbstmordrate sogar um 200 Prozent an.

Männliche Jugendliche haben die niedrigste Rate aller Altersgruppen, doch auch hier ist der Anstieg mit 37 Prozent auf Platz 2. Erwachsene mittleren Alters nahmen sich um 43 Prozent häufiger das Leben als noch 15 Jahre zuvor, Männer waren dreimal häufiger betroffen als Frauen.

Auch die Art der Selbstmorde wurde untersucht. Männer verwendeten dafür zumeist Waffen (55,4 Prozent), Frauen vergifteten sich lieber (34,1 Prozent). In den USA ist Selbstmord die zehnthäufigste Todesursache, die ersten Plätze belegen Herz- und Atemwegserkrankungen und Krebs.

Laut einer Untersuchung des National Congress of Psychiatry in Bilbao hängen Selbstmorde häufig mit der wirtschaftlichen Situation und Existenzängsten der Betroffenen zusammen. Das „Rekordjahr“ der Selbstmorde war laut Untersuchungen das Jahr 1932 während der Großen Depression, als durchschnittlich jeder vierte Amerikaner arbeitslos war. In diesem Zeitraum nahmen sich 22 von 100.000 Personen das Leben.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.