USA: 2011 saßen 95'000 Kinder + Jugendliche hinter Gittern


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Im Geschäftsjahr 2012 wurden in New York City stolze 14 Prozent aller Jugendlichen unter 18 Jahren mindestens ein mal verhaftet und für durchschnittlich 43 Tage weggesperrt. Landesweit saßen in 2011 insgesamt 95’000 Kinder hinter Gittern. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht von Human Rights Watch und ACLU über die Situation von inhaftierten Jugendlichen in den USA hervor.

Weiß sicherlich selbst nicht mehr, wofür sie
einst stand: Die Freiheitsstatue in New York

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind wahrhaftig das Land der schockierenden Zahlen: Dort gibt es mehr Selbstmorde als Verkehrstote, der Wertverlust des Dollar betrug 90% in nur 40 Jahren und jeder zehnte an der Wallstreet Beschäftigte ist ein Psychopath. Heute kommt ein neuer Schock dazu: 2011 saßen im freiesten Land der Welt 95’000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren hinter Gittern. Diese Zahl ist eine Schätzung, die aus einem gemeinsamen Bericht von Human Rights Watch und ACLU hervorgeht.

Laut Zahlen des New York City Department of Corrections wurden im Geschäftsjahr 2012, welches im Juni endete, mehr als 14 Prozent aller Jugendlichen mindestens ein mal verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Jeder siebte! Sind ja genau so viele, wie der Anteil der Lebensmittelmarken-Bezieher in der Bevölkerung. Die durchschnittliche Haftzeit betrug dabei übrigens stolze 43 Tage. Auch interessant: Der Bericht bezieht sich auf die Haftanstalt Rikers Island, wo angeblich mehr als 48 Prozent der Jugendlichen nach Haftentlassung psychische Probleme diagnostiziert bekommen.

Ebenfalls interessant ist sicherlich die Tatsache, dass die berüchtigte Großbank Goldman Sachs mit New York City eine kleine Wette abgeschlossen hat: 9,6 Millionen Dollar sollen in diesen Knast investiert werden, um Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren dort eine Ausbildung zu ermöglichen. Sinkt dadurch die Rückfallquote von aktuell fast 50%, erhält Goldman Sachs die komplette Summe zurück. Sinkt die Rückfallquote um mehr als 10%, erhält Goldman Sachs einen Obolus in Höhe von 2,1 Millionen Dollar. Steigt die Rückfallquote jedoch, verliert die Bank 2,4 Millionen Dollar.