Frieden in Korea: US-Waffen-Aktien stürzen ab


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Pünktlich nach den Friedensgesprächen zwischen Nord- und Südkorea sind die Aktienkurse großer US-Rüstungsunternehmen massiv abgestürzt.

US-Waffen-Aktien Nordkorea Südkorea
US-Waffen-Aktien Nordkorea Südkorea, Bild: Gegenfrage.com

Über einen möglichen Frieden zwischen Nordkorea und Südkorea freut sich die ganze Welt. Nun ja, fast. Die Aktienkurse der großen Rüstungsunternehmen sind nach dem Gipfel in Korea massiv abgestürzt. Dadurch wird einmal mehr deutlich, wie wichtig Kriege für die Waffenindustrie und die mit ihr verflochtenen Banken sind.

Selbst eine kleine Chance auf Frieden lässt die Kurse zusammensacken. „Ein wichtiger Moment, den wir zur Kenntnis nehmen müssen, denn er zeigt den massiven Anreiz, den es in der Kriegsindustrie gibt, und er zeigt, wie eng diese Gewinne mit der Geopolitik zusammenhängen“, schreibt das Portal The Mind Unleashed.

Nach dem Korea-Gipfel stürzten die Kurse der großen Rüstungsunternehmen pünktlich am 24. April ab:

  • Lockheed Martin (LMT): -9,19%
  • Northrop Grumman (NOC): -9,62%
  • Raytheon (RTN): -10,59%
  • General Dynamics (GD): -9,85%
  • L3 Technologies (LLL): -6,48%
  • Harris Corporation (HRS): -6,42%
  • Curtiss-Wright Corporation (CW): -6,82%

Dass diese Rückgänge mit den koreanischen Friedensgesprächen zusammenfallen, dürfte kein Zufall zu sein. Nur Boeing verzeichnete keinen nennenswerten Rückgang, was aber wohl mit einigen positiven Nachrichten zum Unternehmen zusammenhängt (Rekordgewinne, Probleme bei Airbus usw.).

Quellenangaben anzeigen
themindunleashed, ariva (Aktienkurse)



2 Kommentare

  1. Ja- das macht nichts.
    Der Krieg gegen den Iran wird die Aktien wieder in die Höhe treiben.
    Sogar sehr hoch, denn der Iran ist nicht Libyen, Afghanistan oder der Irak, auch nicht zusammen gerechnet.
    Der Iran wird den USA in einem asymmetrischen Krieg das Genick brechen.
    Aber vorher können die Aktionäre noch richtig absahnen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Das sind einige Fonds oder einzelne Aktionäre sich nicht auf dem Laufenden.
    Die Kriege sind noch lange nicht vorbei.
    Alle größeren Staaten werden künftig die Rüstungsausgaben aufstocken. Die kleineuropäischen Länder der Nato wurden letztes Jahr zu mindestens 2 % des BSP verdonnnert.
    Auch die USA geben deshalb nicht weniger Geld aus, Pardon: machen deswegen nicht weniger Schulden.
    Die gewaltige Finanzblase in China könnte platzen, deshalb muss auch dort die Aufschuldung weitergehen- eben deshalb, damit diese nicht platzt. Und Russland, Indien, Pakistan, Saudi-Arabien, Iran: weitere Steigerungen sind fest einprogrammiert. Die Party geht als weiter.

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