US-Verteidigungsminister: Guantamo-Schließung "sehr schwierig"


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US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte am Montag in einem Interview, dass eine Schließung des Militärgefängnisses in Guantanamo Bay in Obamas Amtszeit „sehr schwierig“ wird. Obama hatte vor sieben Jahren eine Schließung der Anlage versprochen.

Pentagon, Bild: Wikipedia, Autor: Mariordo Camila Ferreira & Mario Duran, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Pentagon,Autor: Mariordo Camila Ferreira & Mario Duran, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Pentagon-Chef Chuck Hagel sagte, es werde „sehr schwierig“ das umstrittene US-Gefängnis in Guantanamo Bay bis zum Ende der Amtszeit Präsident Barack Obamas in zwei Jahren zu schließen. In einem Interview mit National Public Radio, dass Montag ausgestrahlt wurde, räumte Hagel ein, irritiert zu sein über Statements, dass einige Gefangene aus dem Lager verlegt würden.

Obama hat bereits während seines Wahlkampfs für das Amt des Präsidenten vor sieben Jahren wiederholt versprochen, das Militärgefängnis zu schließen. Tatsächlich unterschrieb er nach Amtsantritt eine Executive Order, die eine Schließung der Anlage vorsah. Nach zahlreichen Verzögerungen unterzeichnete er im Jahr 2011 eine weitere Executive Order, welche die unbegrenzte Inhaftierung von Guantánamo Bay-Häftlingen ermöglichen sollte.

Im November kündigte Hagel seinen Rücktritt als Verteidigungsminister an, sobald ein Nachfolger feststeht. Grund dafür waren offenbar Meinungsverschiedenheiten mit Obama in der Syrien-Frage. Chuck Hagel gilt als erster und einziger Verteidigungsminister der USA in der Geschichte, der sich gegen Atomwaffen ausspricht.

7 Kommentare

  1. Das ist schon klar, dass die Schliessung von Guantanamo schwierig werden wird. Schliesst man das Lager, laeuft man Gefahr, dass die Kubaner daraus ein Feriendomizil machen, so nach dem Motto des Dschungelcamps. Vier Wochen Guantanamo mit Sonderbehandlung wie Waterboarding, Sex mit US Bewacherinnen und dergleichen fuer unsere Sadomachos zum Schnaeppchenpreis. Aber jetzt im Ernst. Obama, dieser Schaumschlaeger hat im Wahlkampf Dinge versprochen, die er nie einhalten kann. Schliesst man das Lager, hat man das Problem, tragfaehige Gerichtsurteile vorweisen zu koennen, um dann die Festgenommenen weiter woanders inhaftieren zu koennen. Frage der Weltoeffentlichkeit muesste sein, wieviel Inhaftierte es gibt und wieviele davon auch verurteilt werden konnten, wo tragfaehige Beweise vorliegen. Guantanamo ist nur ein Konzentrationslager, weiter nichts. Hier wird ohne Beweise gefoltert. Zustaende wie im Mittelalter. Sogar die Inquisition musste erkennen, das Folter vollkommen untauglich ist, die Wahrheit zu finden. Die US Folterer befinden sich in etwa auf dem gleichen geistigen Niveau wie unsere mittelalterlichen Folterknechte. Die Kirche hat ihre Lektion gelernt, die US Administration ist davon noch meilenweit entfernt.

  2. @ Urlaubsland Guantanamo , …. Deine Idee finde ich sehr gut. Man sollte rund um Guantanamo einen Freizeitpark für „Friedliebende&Freiheitliebende“ aus aller Welt aufbauen. Sozusagen als Kontrastprogramm, um allen hautnah zu zeigen was die Amis für Abartiges auf diesem Sektor zu bieten haben.

  3. http://www.veteranstoday.com/2015/01/22/guantanamo-diary/

    http://www.salem-news.com/articles/may092013/gitmo-obama-rd.php

    http://www.salem-news.com/articles/july172013/obama-life-rb.php
    —————————————————————

    Solitary confinement: a day in the life of Bradley Manning

    (as described by his attorney)

    His cell is approximately six feet wide and twelve feet in length. The cell has a bed, a drinking fountain, and a toilet. The guards at the confinement facility are professional. At no time have they tried to bully, harass, or embarrass PFC Manning. Given the nature of their job, however, they do not engage in conversation with PFC Manning.

    At 5:00 a.m. he is woken up. Under the rules for the confinement facility, he is not allowed to sleep at anytime between 5:00 a.m. and 8:00 p.m. If he attempts to sleep during those hours, he will be made to sit up or stand by the guards.

    He cannot see other inmates from his cell. He can occasionally hear other inmates talk. Currently, there are no other inmates near his cell.

    He is allowed to receive letters from those on his approved list and from his legal counsel. If he receives a letter from someone not on his approved list, he must sign a rejection form. The letter is then either returned to the sender or destroyed.

    Due to being held on Prevention of Injury (POI) watch: PFC Manning is held in his cell for approximately 23 hours a day.

    The guards are required to check on PFC Manning every five minutes by asking him if he is okay. PFC Manning is required to respond in some affirmative manner. At night, if the guards cannot see PFC Manning clearly, because he has a blanket over his head or is curled up towards the wall, they will wake him in order to ensure he is okay.

    He receives each of his meals in his cell.

    He is not allowed to have a pillow or sheets.

    He is not allowed to have any personal items in his cell.

    He is only allowed to have one book or one magazine at any given time to read in his cell.

    The book or magazine is taken away from him at the end of the day before he goes to sleep.

    He is prevented from exercising in his cell. If he attempts to do push- ups, sit-ups, or any other form of exercise he will be forced to stop.

    He does receive one hour of „exercise“ outside of his cell daily. He is taken to an empty room and only allowed to walk. PFC Manning normally just walks figure eights in theroom for the entire hour. If he indicates that he no longer feels like walking, he is immediately returned to his cell.

    When PFC Manning goes to sleep, he is required to strip down to his boxer shorts and surrender his clothing to the guards. His clothing is returned to him the next morning.

    In March 2011, they began stripping Manning naked, depriving him of his glasses as well.

  4. Nachtrag :
    Das im verlinkten Artikel oberhalb erwähnte Guantanamo-Diary ist in deutscher Übersetzung erschienen

    Mohamedou Ould Slahi
    Das Guantanamo-Tagebuch

    Tropen-Verlag; 459 Seiten; 19,95 Euro.

  5. Warum sollte man Guantanamo schließen? Ist doch ne gute Sache..könnten wir hier bei uns auch brauchen, das wäre der ideale Platz für die siebentausend Terroristen, die in Terrorcmaps in Syrien waren, die sollte man alle lebenslänglich da reinstecken.

  6. Die schließen erst, wenn der letzte Mohikaner darin verstorben ist.Denn dann gibts keine lästigen Zeugen und es bedarf keines
    ordentlichen Gerichtsverfahren, daß auf amerikanischen Boden nicht möglich ist. Und danach wird das ganze umbenannt in „Goergies Liberty Island“ für Touristen, klingt eh so ähnlich wie Terroristen. Und auf der Empfangstafel auf dem Flugplatz steht; „Hier hat George .W. Bush junior im Kampf für die Freiheit des ungezügelten Kapitalismus seine moralische Unschuld verloren.“
    Und mit ein paar Mc. Donalds als kulinarische Highlights ist der amerikanische Touristenstrom durch patriotische Pflichtteilnahme auf Jahrzehnte gesichert. Und der Kapitalismus auch.

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