US-Studie: Legalisierung verringert Marihuana-Konsum


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Eine Entkriminalisierung von Marihuana verringert den Konsum unter Jugendlichen, statt ihn zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie aus den USA, für die mehr als eine Million Teenager analysiert wurden.

Eine groß angelegte Langzeitstudie, für die die Daten von mehr als einer Million Jugendlicher aus 48 US-Bundesstaaten analysiert wurden, kam zum Ergebnis, dass eine Legalisierung von Marihuana tatsächlich den Konsum reduziert, statt erhöht.

Die Studie, die am 16. Juni 2015 in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde, untersuchte 24 Jahre lang 1.098.270 Teenager zwischen 13 und 18 Jahren aus verschiedenen Bildungsschichten. Die Jugendlichen wurden gefragt, ob sie in diesem oder im vergangenen Monat Marihuana konsumiert hätten.

Seitdem in den USA in 21 Bundesstaaten (ohne Alaska und Hawaii) Marihuana zu medizinischen Zwecken entkriminalisiert wurde, verringerte sich der Konsum in jenen Bundesstaaten von 8% aller befragten Jugendlichen auf 6%.

Bemerkenswert ist auch, dass in jenen Bundesstaaten, welche Gesetze zur Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken verabschiedet haben, der Konsum zuvor höher war, als in den übrigen Bundesstaaten.

Die allgemeine Toleranz ist diesbezüglich in den vergangenen 30 Jahren in den USA enorm gestiegen: Waren im Jahr 1985 noch 77% gegen eine Legalisierung und 19% dafür, sind heute nur noch 44% dagegen und 53% dafür. Im Jahr 2012 gab es laut Daten des Pew Research Center erstmals mehr Befürworter einer Legalisierung als Gegner.

Quellen:

1 Kommentar

  1. Mit Studien aus den USA muss man extrem vorsichtig sein, besonders was Konsum- und Ernährungsfragen angeht.

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