‚US-Schulden belaufen sich auf 70 bis 80 Billionen Dollar‘


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Der Finanzjournalist und Rundfunksprecher Max Keiser sagte in einem aktuellen Interview mit dem Nachrichtensender PressTV, dass die reale Staatsverschuldung der USA nicht bei den diskutierten 14,3 Billionen US-Dollar, sondern bei 70 bis 80 Billionen US-Dollar liege.

Denn allein die Schulden der verstaatlichten Immobilienfinanzierer Fannie Mae & Freddie Mac würden sich auf 5 Billionen US-Dollar belaufen. Addiere man hier noch diverse Sozialprogramme und Krankenversicherungen hinzu, müssen man mindestens weitere 50 Billionen US-Dollar dazuzählen.

Somit beliefen sich die tatsächlichen staatlichen Ausstände auf 70 bis 80 Billionen US-Dollar. Diese Schulden würden leider niemals zurückgezahlt, da sich der Bankensektor völlig von der produzierenden Mittelschicht abgehoben habe und inzwischen mehr als ein Drittel oder sogar die Hälfte der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmache.

Keiser fügte hinzu, dass der Bankensektor völlig unproduktiv sei und darum nichts zum Wohlstand der Bevölkerung beitrage. Der US-Dollar werde bald kollabieren, weswegen Vermögende und Superreiche auf der ganzen Welt in Gold, Silber und andere Vermögenswerte umschichten müssten. Um sich selbst vor dem drohenden Kollaps der Währung zu schützen, würden Banken in Realwerte investieren, was das Problem aber noch zusätzlich verschlimmere, da sie somit Preise für Nahrungsmittel und Energie weltweit in die Höhe treiben würden. Zudem habe Goldman Sachs im vergangenen Jahr lediglich zwei Prozent Steuern bezahlt, so Keiser weiter. Das moderne Bankwesen sei eine „von Psychopathen entfachte Anarchie“.



Auf den Hinweis von PressTV, dass Amerikaner deutlich weniger Steuern bezahlen würden als Bürger in anderen Industriestaaten, erwiderte Keiser: „Für diese höheren Steuern bekommen die Menschen dort Infrastruktur, Bildung, Krankenhäuser und Gesundheit. Sie bekommen etwas zurück von ihren höheren Steuern. Amerikaner hingegen bekommen nichts für ihre Steuern bis auf Kriege, gescheiterte Regierungen und eine vollständige Kleptokratie.“ Am Ende des Interviews prophezeite er den Vereinigten Staaten schon bald soziale und zivile Unruhen, wie man sie bereits heute in anderen Teilen der Welt sehe. Grund dafür sei, dass der Staat mit den Gauner-Banken kooperiere, um die Lebensqualität der Bevölkerung noch weiter einzuschränken.

6 Kommentare

  1. Die Folgen des Schuldenpokers in den USA
    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/fondsmanager-die-folgen-des-schuldenpokers-in-den-usa.php

    US-Schuldenkrise
    Zündeln mit Finanz-Tsunami
    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/us-schuldenkrise-zuendeln-mit–finanz-tsunami-.php

    Nachdem die US-Republikaner gestern das Votum über einen Entwurf zur Lösung der Schuldenkrise abgesagt haben, bleibt unklar, wie es im Streit über eine Erhöhung der gesetzlich festgelegten Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen US-Dollar weitergeht. Sollte der Kongress bis zum 2. August keine Anhebung beschließen, droht der US-Regierung die Zahlungsunfähigkeit. Experten befürchten wirtschaftliche Folgen weit über die USA hinaus.

  2. 2009 sagte der Leiter der FED Vertretung in Texas in kleinerem Kreis, dass die USA seit diesem Jahr (2009) die Staatsschulden von 100 Billionen überschritten haben. Auch in ein paar wenigen Medien gab es Erwähnungen dieses Zitats.

  3. Guter Artikel, wobei man allerdings anmerken muss, daß Max Keiser gerne mal übbertreibt um entsprechende Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Daß die Verbindlichkeiten der USA deutlich über den staatlich publizierten 14,3 Billionen USD liegen dürfte aber wohl den meisten klar sein, die sich mit der Thematik beschäftigen.

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