US-Politikerin: Unabhängigkeitserklärung ist „eine Lüge“


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Laut US-Unabhängigkeitserklärung von 1776 sind alle Menschen gleichberechtigt. „Eine Lüge“, sagt eine US-Politikerin. Nicht durch die Unabhängigkeit habe es Gleichberechtigung gegeben, sondern durch die Arbeit von Personen wie Martin Luther King.

https://www.youtube.com/watch?v=uNiiFOj2lEc

Die US-amerikanische Abgeordnete Barbara Norton aus dem Repräsentantenhaus in Louisiana wandte sich an die Schulbehörden in ihrem Bundesstaat und kritisierte die Vorgabe in den Lehrplänen, dass Schüler einen Passus aus der Unabhängigkeitserklärung auswendig lernen müssen. Dieser lautet wie folgt:

„Wir halten es für aufrichtig und offensichtlich, dass alle Menschen gleich geschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unabdingbaren Rechten auf Freiheit und das Verfolgen von Glück entlang ihres Lebens ausgestattet wurden. Um diese Rechte zu schützen, wurden Regierungen unter den Menschen eingerichtet, die diese mit ihrem Einverständnis leiten. Dass wann auch immer eine Form der Regierung auf diese Ziele zerstörerisch wirkt, es das Recht der Menschen ist, diese zu ändern oder abzuschaffen und eine neue Regierung einzusetzen.“

Laut Norton handelt es sich dabei um eine Lüge, es seien zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung am 04. Juli 1776 bei Weitem nicht alle Menschen in den USA frei gewesen. Es sei daher unehrlich, etwas zu rezitieren, was nicht der Wahrheit entspricht. Ein Auszug aus ihrer Rede im Repräsentantenhaus von Louisiana, die sich an die zuständige Republikanerin Valerie Hodges richtete:

„Ich bin nicht wirklich sicher, was Ihre Absicht ist, aber eine Sache, die ich sicher weiß, ist, dass nicht alle Menschen gleich sind. Wenn ich an das Jahr 1776 am 4. Juli zurückdenke, waren die Afroamerikaner Sklaven. Es gibt ein Gesetz, laut dem unsere Kinder die Erklärung vortragen müssen. Ich halte das für ein wenig unehrlich, diese Kinder etwas vortragen zu lassen, was nicht der Wahrheit entspricht. Diese Kinder zu bitten, die Erklärung zu wiederholen, welche besagt, dass alle Menschen gleich sind, halte ich für unehrlich. Im Jahr 1776 war Dr. King noch nicht einmal geboren. Afroamerikaner befanden sich in Sklaverei. Da sie also am Tag der Unabhängigkeitserklärung Sklaven waren, waren wir alle gleichberechtigt? Wir sind nicht aufgrund des 4. Juli 1776 gleichberechtigt, weder ich, noch Sie, noch irgendjemand anders oder Dr. King waren geboren, als wir in der Sklaverei steckten. Unsere Kinder immer wieder und wieder Schriften wiederholen zu lassen, die zu dieser Zeit noch nicht einmal Gültigkeit besaßen, halte ich für unehrlich, da wir sie eine Lüge lehren.“

Youtube-User zeigten sich äußerst kritisch gegenüber Norton: „Wie kann eine Frau, die noch nicht einmal die englische Sprache beherrscht, eine Abgeordnete werden? Hat sie bei einer Tombola gewonnen?“. Oder: „Hören Sie sich diese Idiotin an“. Oder: „Was für ein unwissender Haufen Scheiße!“ … und vieles mehr. Siehe hier.

11 Kommentare

  1. Frau Norton hatte mit ihren Aussagen in vollem Umfang Recht. Die US-Kommentatoren, die sie beschimpfen, sind jämmerliche Dummköpfe !

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. „Nicht durch die Unabhängigkeit habe es Gleichberechtigung gegeben, sondern durch die Arbeit von Personen wie Martin Luther King.“

    Diese Behauptung der Politikerin würde ich sogar doppelt hinterfragen. Denn diese Person überträgt einfach ihren heutigen Wissenstand und heutige Gegebenheiten auf das Jahr 1776.
    Aber 1776 war diese Unabhängigkeitserklärung in Europa ein Sensation! Vor einem Gericht bekamen Europäer keineswegs ohne Ansehen des Standes recht. Grundeigentümer oder Lehnsherren hatten nicht nur in Deutschland Vorrang!
    Der kleine Bauer drang meistens noch nicht einmal bis zum Gericht vor. Wenn er eine Beschwerde hatte, dann wandte er sich an den Landesfürsten.
    Es ist mit Sicherheit auch töricht, Martin Luther King in Verbindung
    mit dieser Gründungsakte zu bringen.
    Wenn das kein Akt der Befreiung war, warum sind dann Millionen Europäer freiwillig nach Nordamerika ausgewandert?

  3. @Dieter Porten.
    Bist Du tatsächlich der Meinung, dass heute ein kleiner Bürger vor Gericht Recht bekommt wenn er offensichtlich im Recht ist ?

    Die Unabhängigkeit und Freiheit die die US-Verfassung jedem Bürger zusagt, wird in den Zusätzen zur Verfassung gleich wieder aufgehoben. Man muss die US-Verfassung in seiner Gänze lesen und nicht nur die Hauptsätze.
    Die Auswanderer sind auf die US-Propaganda reingefallen. VOM TELLERWÄSCHER ZUM MILLIONÄR !
    Wer das ZEUG dazu hat, kann in jedem Staat dieser Welt vom Tellerwäscher zum Millionär werden.
    Dazu müssen aber bereits die Eltern begreifen wie das System funktioniert. Denn bereits in den Schulen ist es wichtig die Lehrer zu bestechen um dem Kind zum Abitur zu verhelfen. Konkretes Wissen braucht das Kind nicht, aber das Wissen um die Möglichkeiten der Bestechung. Das geht im späteren Leben genauso weiter.
    Ich kenne einige solcher Fälle.
    Auch die Dr.-Arbeiten einiger Promis lassen auf diesen Werdegang schließen.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  4. @ Grillbert

    Nein, dieser Meinung bin ich nicht. Wie kommst Du darauf?
    Ich hatte lediglich das Datum der Unabhängigkeitserklärung mit der damaligen Wirklichkeit verglichen. Darauf kommt es doch an, bei historischen Ereignissen.

  5. Zusatzkommentar.

    Wir reden hier von den Auswanderern, die nach der Unabhängigkeit von England in Richtung dieses neuen Staates ausgewandert sind.
    Sehr viele von denen kamen aus Italien oder Russland und konnten kaum Lesen und Schreiben.
    Die Unabhängigkeitserklärung ist allen Einwanderern ausgehändigt worden. Doch dürften die meisten Anderen andere Probleme gehabt haben. Dennoch unterstelle ich hier dieser Unabhängigkeitserklärung eine große Signalwirkung in Richtung „Alte Welt“. Zwischen 1872 (Reichsgründung Ende 1871)
    und 1914 dürften die Auswanderer aus Deutschland geringer gewesen sein wie vor dem und dann nach 1918. Denn auch mit der Reichsgründung waren dem einfachen Bürgern Rechte eingeräumt worden, die es vorher nicht gab. Schriftlich fixiert später im Bürgerlichen Gesetzbuch von 1896.
    Man müsste das alte BGB einmal vergleichen mit der US Unabhängigkeitserklärung. Das habe ich nicht getan, aber das könnte aufschlußreich werden.
    Mit der heutigen Zeit verglichen, dürfte Anspruch und jetzige Wirklichkeit nicht mehr zusammen passen. Das war es, was Grillbert meinte.

  6. @Dieter Porten.
    Nun dann, wenn es Dir wichtig ist hervorzuheben, dass die Unabhängigkeitserklärung von 1776 der erste Lichtblick in unserer Welt war und als Blaupause für andere Verfassungen angesehen werden kann.
    Auch wenn ich mich wiederhole, in der vollen Bedeutung ist sie eine infame Lüge.
    1.) Die meisten US-Amerikaner konnten nicht lesen.
    2.) Weit über 90 % der US-Amerikaner haben erst viele Jahre / Jahrzehnte später davon erfahren.
    3.) Frauen und Farbige durften nicht wählen.
    4.) Wählen durften nur hochgestellte Persönlichkeiten, Großgrundbesitzer und Fabrikanten.
    5.) Mit dem Aufkommen juristischer Ansprüche wurden umgehend Zusätze zur Verfassung geschrieben, die die jeweiligen Freiheiten einschränkten oder ganz aufhoben.
    DIESER MÜLL KANN KEIN VORBILD FÜR ANDERE VERFASSUNGEN SEIN.
    Die US-Verfassung von 1776 ist die erste nationale Lüge der US-Geschichte und ist eine Blaupause für tausende Lügen in der Folgezeit. Genau deshalb sollte man keine Verträge mit den USA abschließen, denn sie enthalten bereits in den Entwürfen erbärmliche Lügen und Fallstricke.
    Wenn Sie tiefer in diese Zusammenhänge eindringen möchten, besorgen Sie sich das RoRoRo Taschenbüchlein :
    DIE KEHRSEITE DER USA von L.L. Matthias
    Matthias war Professor im Bereich Jura und Soziologie und unterrichtete z.B. in div. Staaten Südamerikas und den USA.

    In der „Steinzeit“ des Informationswesens, also vor dem Internet musste man sich mühsam informieren, bei mir 60er und 70er Jahre.
    Betr. AUSWANDERUNG.
    Zu allen Zeiten haben die USA mit sehr geschickter Propaganda, gespickt mit Lügengeschichten, die Leute angelockt.
    Nach 1776 war es den meisten Europäern egal ob sie die Geschichten glauben konnten oder nicht. Es galt zu überleben in einem großen, fast noch leerem Land, bevor sie in Europa verhungern. Das europäische Drama waren die Großfamilien nach dem Motto „Lieber eins auf dem Kissen, als eins auf dem Gewissen“.
    Heute sollten wir uns immer noch hüten, mit den USA Verträge abzuschließen (zB. TTIP). Das lehrt die Geschichte.

    Verträge mit der UDSSR, auch unter Stalin, wurden konsequent eingehalten. Das sage ich, obwohl ich den Komunismus mehr hasse als unsere sogenannte Demokratie. Man sollte diese Fakten anerkennen, denn sie sind gesichert.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  7. @Dieter Porten.
    Ich glaube nicht, dass Du einen meiner Kommentare wirklich verstanden hast !
    Es ist außerdem sehr vermessen zu sagen :“ das war es was grillbert meinte „.
    Ich glaube nicht, dass andere Leser so schwer von Begriff sind, dass man ihnen meine Kommentare erklären muss.

    30.6.16 8.55 Uhr
    Zitat :
    Denn diese Person überträgt einfach ihren heutigen Wissenstasnd und heutige Gegebenheiten auf das Jahr 1776.
    Auch diese Gegebenheiten hast Du nicht begriffen.

    Fakt ist, dass diese Frau erkannt hat, dass die Verfassung von 1776 ein übles Machwerk war und das erst Leute wie Martin Luher King (und andere) in sehr kleinen Schritten versuchten, da etwas Demokratie reinzubringen.
    Da ist nichts in unzulässiger Weise vermischt worden.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  8. @ Grillbert

    Gut, wenn Du das fehlende Wahlrecht für Frauen mit rechnest, welches in den USA erst 1920 eingeführt wurde, dann hast Du Recht.
    Das gab es in den meisten europäischen Staaten, einschl. Russland schon 10 bis 20 Jahre früher.
    Und doch ging 1776 dieses Signal in die Welt, egal ob das verstanden wurde oder nicht. Das Signal war da.
    Wir wissen ja auch, dass noch Jahrzehnte nach offizieller Beendigung der Sklaverei immer noch Sklaven gehalten wurden.
    Von George Washington ist bekannt, dass er seinen Privatdiener wie einen Sklaven hielt.
    Aber Washington war Freimaurer, wie die meisten großen Amerikaner.
    In einem Punkt muss ich Dir aber widersprechen und zwar hinsichtlich der Vertragstreue der Sowjetunion unter Stalin.
    Stalin brach den Vertrag mit dem Deutschen Reich zumindest dem Sinne nach, als er 1939/40 Finnland überfiel, welches im deutsch- sowjetischen Vertrag als nicht dem Machtbereich der Sowjetunion zugehörig definiert war. Stalin war das Bündnis Finnland- Deutschland bekannt. Der nächste Schlag war der Angriff auf Rumänien, weil Stalin wusste, dass die gesamte deutsche Erdölversorgung von den rumänischen Ölfeldern abhing.
    Nicht zu vergessen auch, dass Stalin nur wenige Stunden nach dem britisch- jugoslawischen Offiziers Putsch in Belgrad diese Putschregierung anerkannte. Zwei Wochen später hatten deutsche Truppen die alte deutschfreundliche Regierung in Belgrad wieder eingesetzt. Die Offiziere flohen teils nach London, teils in die Sowjetunion. Ein sehr eigenartiges Bündnis!

  9. @ Grillbert

    Eben sehe ich den Kommentar von 17.46 Uhr.
    Man sollte nicht versuchen, dem jeweils anderen seine Sicht der Dinge aufzuzwingen. Das führt immer zu Gegenreaktionen.
    Noch schlimmer ist es wenn man darauf beharrt, dass das Glas halbvoll sei, während der andere dasselbe Glas für halbleer ansieht.
    Es ist eben eine Frage aus welchem Blickwinkel man dasselbe Ding betrachtet.

  10. @Dieter Porten.
    Ich bin weit davon entfernt, Anderen meine Sicht der Dinge (hier besonders die USA) aufzudrängen.
    Auch das ist wieder eine Fehlinterpretation von Deiner Seite !

    Jeder sollte die eigene Sicht darstellen dürfen, ohne hinter jedem Satz darauf hinzuweisen, dass es lediglich die eigene Sichtweise ist.

    Ich befasse mich seit 1962 mit den USA, anlässlich meiner ersten Reise in die USA. Das Resultat wird jedes Jahr negativer.

    Frage : Haben wir es hier mit einem Troll zu tuhn ?
    Denn nur Trolle stellen stets etwas auf den Kopf, was bereits auf den Beinen steht und möchten Selbstverständlichkeiten erklärt haben.

    grillber Hamburg.

  11. Ich muss mir diesen Unsinn, ich sei ein Troll, nicht wirklich antun.
    Wenn hier mehrheitlich meine Teilnahme nicht gewünscht wird; kein Problem. Rentner haben sowieso keine Zeit.
    Und in den USA war ich vor dreissig Jahren auch und deshalb laufe ich aber nicht mit der Bauchbinde herum: ich weiss alles besser.

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