US-Großbanken seit 2008 um 37% gewachsen


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Die größten Banken der USA sind seit dem Zusammenbruch der Wirtschaft im Jahr 2008 um 37% gewachsen. Sie haben heute viel mehr Angestellte als vor Ausbruch der Krise und die Derivate im Bestand von Goldman Sachs übersteigen die Bilanzsumme um das 371-fache.

Wallstreet
Bild: Gegenfrage.com

Kurz nach seinem Amtsantritt als US-Präsident sagte Barack Obama im Februar 2009, dass die USA „gestärkt aus der Krise hervorgehen“ werden. Seither haben sich entgegen aller Versprechungen die Staatsschulden um 5 Billionen Dollar erhöht und durchschnittliche Einkommen von US-Bürgern fallen seit 5 Jahren in Folge. Nur eine Branche hat bis heute von der Krise profitiert: Großbanken. Hier hat sich in den vergangenen Jahren überhaupt nichts zum Besseren geändert und der Aufschwung in dieser Branche ist nur heiße, hochgiftige Luft, das ganze System ist auf Sand gebaut.

US-Großbanken mit dem ehrenwerten Status „too big to fail“, hierzulande auch „systemrelevant“ genannt, sind heute viel größer als vor fünf Jahren, wie die Los Angeles Times meldet. Kurz vor Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 hatte Wells Fargo eine Bilanzsumme in Höhe von 609 Milliarden Dollar, heute sind es 1,4 Billionen. Bank of America hatte 1,7 Billionen, heute 2,1 Billionen, JP Morgan Chase hatte 1,8 Billionen und heute 2,4 Billionen Dollar. Der Economic Collapse Blog hat ausgerechnet, dass die größten Banken heute durchschnittlich 37% größer sind, als vor fünf Jahren.

Die sechs größten Banken kontrollieren 67 Prozent aller US-Banken-Aktiva und die Bank of America stellte im vergangenen Jahr einen Anteil von etwa einem Drittel aller Unternehmens-Kredite in den Vereinigten Staaten. Die gesamte amerikanische Wirtschaft basiert auf Schulden und hängt am Tropf der größten Banken. Die vier größten Banken in den USA haben insgesamt mehr als eine Million Angestellte, vor Ausbruch der Krise waren es 100’000 weniger.

Noch spannender ist die Menge der verbuchten Derivate der US-Großbanken. Derivate sind meist riskante und gehebelte Schuldscheine auf Wertpapiere und andere Handelsgegenstände wie Rohstoffe oder Devisen. Manchmal sind Derivate sogar auch nur Anrechte auf andere Derivate. Goldman Sachs hält mehr als 42 Billionen Dollar, Bank of America 44 Billionen, Citibank 58 Billionen und JP Morgan Chase sogar über 70 Billionen Dollar an Derivaten, hauptsächlich handelt es sich dabei um Zinsderivate. Die Derivate im Bestand von Goldman Sachs übersteigen die Bilanzsumme um das 371-fache, absoluter Rekord!

3 Kommentare

  1. um 37 % gewachsen heißt auch, der Fall erfolgt aus 37% mehr Höhe und je höher desto plums. Dass sich dabei wieder mal welche die Säckel voll gemacht haben ist systembedingt. So lange die Menschen Angst haben vor dem wahren Sozialismus (= nicht Einheitsbrei!) wird sich daran auch nix ändern. Man beachte das Ergebnis der Wahl des Personalrats der BRD von Usraels Gnaden.

    Oma und Opa haben die Antichristen gewählt weil die Teufelin ihnen gesagt hat rechts von der CDU/CSU ist nix und damit die Erde eine Scheibe und wer will bei seinem Tod schon von der Scheibe in den Hades fallen.

    Und den grünen Stümpartisanen wird wohl auch langsam die Energiewende zu teuer, das Abfalltrennen zu mühsam und das Sparen dank grünroter (=brauner) Agenda 2010 zu obligatorisch.

    Naja, das Volk liebt zwar den Verrat, aber nicht den Verräter, ergo hat sich die SPD selbst kalt gestellt.

    Die LINKE lebt noch von den Gestalten von Gestern, denen der Mielke-Mief des DDR-Systems noch anhängt. Da der gemeine Wähler sich inhaltlich nicht mit den Parteiprogrammen befaßt, sollte die LINKE die hübsche Sara mal in Pose vor die Karre spannen, dann kommen wenigstens die Voyeurristen zum X machen.

    So, hab ich wen oder was vergessen, was sich noch gelohnt hätte zu erwähnen? Nö, oder doch, die AfD, zu kompliziert für den gemeinen Mob der ja gewohnt ist seinen täglichen Einlauf bei DSDS verabreicht zu bekommen und spätestens beim Schungelcamp sein Hirn zum Ausschlafen in die NAchttischschublade legt.

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