US-Großbank zieht ins Kongressgebäude ein


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Die US-Großbank Citigroup zieht einem Bericht des New Yorker zufolge direkt ins Kongressgebäude ein. Zwar werde der Umbau des 30.000 Quadratmeter-Prunkbaus Millionen kosten, doch könne man aufgrund der Nähe zu den Abgeordneten enorm Kosten sparen.

Citigroup
Wallstreet, Bild: Gegenfrage.com

Die US-Großbank Citigroup gab am Freitag bekannt, dass sie ihren Sitz noch in diesem Jahr von New York City ins Capitol, dem US-Kongressgebäude in Washington DC, verlegt. Die Citigroup überbot JP Morgan, Goldman Sachs und andere Firmen und bezieht 30.000 Quadratmeter erstklassiger Räumlichkeiten im Repräsentantenhaus.

Wie The New Yorker meldet, wird das Geldhaus „weltklasse Architekten“ damit beauftragen, die Räume nach den Vorstellungen der Bank umzubauen. Tracy Klugian, Sprecherin der Bank, sagte, dass die Kosten für die Umbauten voraussichtlich „in die Millionen“ gehen werden.

Diese werde man aber durch damit verbundene Einsparungen wieder herausholen, so Klugian weiter. So müssten etwa Vertreter der Bank von nun an nicht mehr für Konferenzen mit Abgeordneten laufend zwischen New York und dem Regierungsgebäude hin und her fliegen.

„Von nun an befinden sich die Vorsitzenden der Citigroup direkt im Gebäude, können neue Gesetze vorlegen und den Abgeordneten mitteilen, wie sie darüber abzustimmen haben. Das wird in Zukunft enorme Kosteneinsparungen bringen“, so die Sprecherin abschließend.

Citigroup geriet im Jahr 2013 in die Schlagzeilen, nachdem bekannt geworden war, dass die Bank ein Gesetz zur Bankenregulierung zu 80 Prozent selbst verfasst hatte. Größter Einzelaktionär des Unternehmens ist der Finanzgigant BlackRock, der auch bei JPMorgan, Apple, Nestlé, der Deutschen Bank und bei einem Drittel aller DAX-Unternehmen den Ton angibt.

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newyorker

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