US-Drohungen: Ecuador stellt sich auf die Seite Venezuelas


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Nachdem sich die Regierung Boliviens im Zusammenhang mit der Erklärung Obamas, Venezuela sei „eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA“, klar auf die Seite Venezuelas gestellt hat, zog Ecuadors Parlament nach und bezeichnete das Dekret als „Beleidigung für ganz Lateinamerika“.

«Correarafael15012007-1», Wilson Dias/ABr – Agência Brasil [1]CC BY 3.0 br vía Wikimedia Commons.

Ecuadors Parlamentarier haben die Aussagen Obamas, Venezuela stelle „eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA“ dar, einstimmig verurteilt, wie Telesur TV meldet. Auf der Nationalversammlung wurde Venezuela Unterstützung zugesagt und die US-Regierung aufgefordert, „die Grundsätze der Souveränität und der Nichteinmischung zu respektieren“.

US-Präsident Barack Obama wurde zudem dazu angehalten, die neue Verordnung aufzuheben. Mit 86 Ja-Stimmen billigte die Versammlung eine Erklärung der Außenminister der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR). Dabei wurden Befürchtungen geäußert, dass die US Executive Order dazu verwendet werden könnte, wirtschaftliche und militärische Aktionen nicht nur in Venezuela, sondern auch in anderen Staaten Südamerikas und in der Karibik zu rechtfertigen.

„Wir stehen vor einer Kriegserklärung gegen Lateinamerika“, sagte Maria Augusta Calle, Mitglied der Nationalversammlung Ecuadors und betonte, dass das Dekret des Präsidenten der Vereinigten Staaten eine Beleidigung gegenüber ganz Lateinamerika darstelle.

Zudem spiegle diese Aktion die Vorgehensweise der Vereinigten Staaten in Südamerika in der Vergangenheit wieder. „Lateinamerika ist nicht mehr der Hinterhof der Vereinigten Staaten,“ sagte Versammlungsmitglied Paola Pabon.