US-Drohnen in Pakistan: 2'800 tote Zivilisten in 7 Jahren


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Mehr als 93% aller in Pakistan durch Drohneneinsaätze ums Leben gekommenen Personen sollen Zivilisten gewesen sein, behauptet ein pakistanischer Vertreter für Menschenrechte. US-Präsident Obama hatte erstmals im Januar diesen Jahres zugegeben, dass überhaupt Drohnenangriffe in Pakistan durchgeführt werden.

Ein pakistanischer Vertreter für Menschenrechte hat eine erschreckende Bilanz der US-Drohneneinsätze in den USA veröffentlicht: So seien in den vergangenen sieben Jahren von den insgesamt 3’000 durch US-Drohnen getöteten Personen ganze 2’800 Zivilisten gewesen. Für die Bombardements existiert kein UN-Mandat und bis Januar diesen Jahres hatte die US-Regierung die Drohneneinsätze in Pakistan dementiert.

Shahzad Akbar, Direktor der Foundation for Fundamental Rights, sagte am Samstag, dass insgesamt nur 170 von allen bei den Luftangriffen auf die nordwestlichen Stammesgebiete Pakistans getöteten Personen als Militante identifiziert werden konnten. Dies bedeutet, dass „über 2’800 der Personen Zivilisten waren, deren Identität nicht bekannt war und die aufgrund eines Verdachts getötet wurden“, fügte er hinzu.

US-Präsident Barack Obama hatte im Januar gesagt, dass es „eine Menge dieser Angriffe in den FATA“ geben habe. FATA ist die Abkürzung für die Stammesgebiete unter der Verwaltung Pakistans. Die pakistanische Regierung sagte, dass die Drohnenangriffe „rechtswidrig, kontraproduktiv und somit inakzeptabel“ sind, wie Abdul Basit, ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums am 31. Januar sagte.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 64 US-Raketenangriffe in Pakistan in den Stammesgebieten gezählt. Im Jahr 2010 waren es 101 Angriffe gewesen. Die USA behaupten, dass die Luftangriffe Militante der Gruppierung Tehrik-e Taliban Pakistan (TTP) und al-Qaida zum Ziel hätten. Einheimische jedoch gaben an, dass Zivilisten die Hauptopfer seien. Die Luftangriffe, die vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush initiiert wurden, haben unter Präsident Barack Obama zahlenmäßig stark zugenommen.

Ob die Zahlen so tatsächlich stimmen, ist schwer nachvollziehbar. Doch muss man sich grundsätzlich die Frage stellen, was die US-Drohnen dort ohne UN-Mandat und ohne Zustimmung der pakistanischen Regierung verloren haben und warum nicht die dortige Polizei bzw. das Militär in den Stammesgebieten auf Verbrecherjagd geht.



2 Kommentare

  1. „…Doch muss man sich grundsätzlich die Frage stellen, was die US-Drohnen dort ohne UN-Mandat und ohne Zustimmung der pakistanischen Regierung verloren haben und warum nicht die dortige Polizei bzw. das Militär in den Stammesgebieten auf Verbrecherjagd geht…“

    So muss man diese Frage stellen? Ich finde nicht!
    Man sollte diesem verkommenen Ami-Mörderpack zeigen, wo der Hammer hängt!
    Wozu haben die Pakistanis Atombomben? Zum Angeben?

  2. Das amerikanische Regime braucht dringend einen Staatsbankrott und sollte vom Rest der Welt hart sanktioniert werden (Dollar-Boykott).

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