US-Bürger wegen Putschversuchs in Gambia verhaftet


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Zwei amerikanische Staatsbürger aus Gambia wurden nach einem erfolglosen Putschversuch der gambischen Regierung in den USA verhaftet. Der US-Justizminister sagte, dass die Vereinigten Staaten derartige Verschwörungen verurteilen.

Yahya Jammeh, Gambia, Bild: Wikipedia Autor: Photo courtesy IISD/Earth Negotiations Bulletin
Yahya Jammeh, Gambia, CC-BY-SA 3.0
Photo courtesy IISD/Earth Negotiations Bulletin

Zwei amerikanische Staatsbürger aus Gambia wurden durch die Staatsanwaltschaft der Vereinigten Staaten aufgrund eines Putschversuchs der gambischen Regierung verhaftet. Nach Angaben des US Department of Justice unternahmen die beiden „einen erfolglosen Putschversuch gegen die Regierung von Gambia“ Ende des letzten Jahres.

Der Vorwurf lautet, dass bei dem Versuch die Regierung des westafrikanischen Landes US-amerikanisches Recht verletzt worden sei. Die beiden 46 und 57 Jahre alten Männer aus Texas und Minnesota seien nach Gambia gereist und hätten Waffen und eine bewaffnete Gruppe von 10 bis 12 Personen bei sich gehabt. Zwar seien die Bemühungen vereitelt worden, doch wurden sie nach der Rückkehr in die USA verhaftet. „Der Coup sollte angeblich die Demokratie in Gambia wiederherstellen und das Leben der Menschen verbessern. Sie hofften, dass sie in der Lage sein würden das Land zu übernehmen, ohne Gambier zu töten. Sie haben auch 160 Verbündete beim lokalen gambischen Militär, die sich angeblich bereiterklärten, sich am Putsch zu beteiligen“, so der Bericht.

„Die Angeklagten werden aufgrund der Verschwörung zur Durchführung der gewaltsamen Sturzes einer ausländischen Regierung unter Verletzung von US-Recht angeklagt,“ so Justizminister Eric Holder während einer Erklärung am Montag. „Die Vereinigten Staaten verurteilen derartige Verschwörungen. Mit diesen schwerwiegenden Anklagepunkten sind die Vereinigten Staaten verpflichtet, sie für ihre Handlungen in vollem Umfang verantwortlich zu machen.“

9 Kommentare

  1. Diese Leute arbeiteten sicher im Auftrag der CIA. Als der Auftrag dann gescheitert war, wurden sie festgenommen damit nichts rauskommt. Sicher werden sie bald verselbstmordet.
    Regierungsumsturtz in Gambia – warum sollte ein Ami privat sowas machen. Totaler Quatsch!!!

  2. Vielleicht ist es so, vielleicht möchte sich die USA jedoch durch so eine Aktion auch nur als rechtschaffende Regierung darstellen, welche selbst vor der Verurteilung eigener Leute nicht halt macht, wenn sie Rechte anderer Länder verletzt. Nötig hätten die USA ja so eine Image aufbesserung, denn sie sind ja weltweit mittlerweile als diejenigen bekannt, die in Fremde Länder eindringen und Regierungen nach ihrem Gutdünken austauschen.

    Das es sich um eine ernst gemeinte CIA Aktion handelte, halte ich für unwahrscheinlich, denn auch wenn die CIA nicht gerade für Erfolgreiche Aktionen bekannt ist, so würde man für einen Putsch dann doch ein paar mehr, als 12 Leutchen mitnehmen.

  3. Jetzt begreife ich auch, warum die Amis in Spanien ihre Stützpunkte ausbaue wollen, um in Afrika schneller eingreifen zu können.
    „Noch“ wehren sich die Afrikaner.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  4. Das soll wohl mal wieder zur Verwirrung der Bevölkerung dienen.
    “Die Angeklagten werden aufgrund der Verschwörung zur Durchführung des gewaltsamen Sturzes einer ausländischen Regierung unter Verletzung von US-Recht angeklagt,” so Justizminister Eric Holder.
    Und Nuland und Konsorten haben in Übereinkunft mit US-Recht ne Regierung gestürtzt oder Was?
    Andere Theorie: Die haben sich im Land geirrt. Bei den Geografiekenntnissen der Amis ist das ja nicht verwunderlich.

  5. Schade, dass der Putsch nicht erfolgreich war, denn schlechter kann es dort kaum werden.
    Dieser ach so tolle Selbstbeweihräucherer Jammeh hat einmal ganz gut angefangen, ist aber den Weg der sonstigen afrikanischen Dauerregierer gegangen. Er und seine Stiefellecker leben in Saus und Braus, die kleinen Leute wissen oft nicht, wie sie über die Runden kommen. Von den Steuern lässt sich ja gut leben und reisen, seine Exfrau lebt auf großem Fuß in den USA, er selbst hat sich etwas „Jüngeres“ geholt.
    Viele der größeren Wirtschaftsbetriebe sind mittlerweile zu großen Teilen in der Hand des Präsidenten, z.B. Landwirtschaft, wo er für seine Ländereien freilich nichts bezahlt hat, das Transportwesen, die LKWs des Präsidenten fahren unbehelligt und haben Sonderrechte, die anderen werden kontrolliert und schikaniert. Die Brotproduktion liegt zum Großteil in der Hand der Bäckerei des Präsidenten.
    Steuern zahlen seine Betriebe kaum, auch wenn es die größten sind. Ihn, die Regierung, Polizei, Militär und Geheimpolizei finanzieren ja die kleinen Leute.
    Jobs sind rar und wenn man Pech hat wird man nicht bezahlt, müssen aber immer Schmiergeld für gierige Polizisten und Beamte vorrätig halten.
    Aufmüpfige Schreiberlinge und Oppositionelle verschwinden oder ihnen werden irgendwelche erfundenen Verfehlungen angehängt.
    Veranstaltungen der Oppositionsparteien müssen genehmigt werden, Anträge werden freilich gerne abgelehnt. Wahlkampf also nicht möglich. Außerdem ist Kritik am Präsidenten mit Gotteslästerung gleich zu setzen. Den Menschen dort zu sagen, was für Schweinereien laufen, geht also nicht wirklich und die Medien sind eh alle staatlich. Findet eine Versammlung ohne Genehmigung statt und Militär oder Geheimpolizei kommen dahinter setzt es Haue und die Veranstalter und Teilnehmer können sich in „mile2“ wiederfinden… dem Foltergefängnis des Präsidenten.
    Aus dem Commonwealth ist man ausgetreten, weil man sich ja nicht ständig seine Verfehlungen vorwerfen lassen will. Auf die EU und USA wird aus den gleichen Gründen geschimpft. Nach Geldern wird gerufen, aber die Verwendung hat gefälligst die Regierung alleine zu entscheiden und nicht der böse Westen.
    Kann jetzt „lustig“ werden, wenn die Geheimpolizei nach möglichen Mitverschwörern sucht. Da können Kritiker unverhofft zu Putschisten erklärt werden.

  6. Die Amis geben einem aber auch „Kraft“ mit dem was die da lo abziehn. Wenn es nicht so verdammt ernst wäre könnte man sich zu Tode lachen.

  7. Zuletzt haben sie das Leben in Afghanistan und dem Irak „verbessert“, die Meisterverbrecher in den Nitenhosen.
    Und alleine 45 haben in Deutschland ein paar hunderttausend unserer Großeltern und Urgroßeltern bei den Verbesserungsversuchen in den Rheinwiesen-KZ der Mordamerikaner krepieren dürfen.
    Danach ging es ihnen dann aber besser.

  8. @Anonymous, nicht gelesen, „zwei amerikanische Staatsbürger aus Gambia“! Das sind Doppelbürger, also ursprünglich Gambier weche bei den Zuständen wie sie @Steff beschreibt (danke Steff) sehr wohl ein Interesse haben, diese zu ändern! In Gambia selber ist dies ja wie beschrieben mit enormen Risiken an Leib und Leben verbunden, reden lässt man da mit sich nicht, und diese Männer glaubten sich wohl in USA sicherer… Falsch gedacht, leider. Wenn Amerika selber aus welchen Gründen auch immer Interesse hat, ein Staatsoberhaupt zu stürzen ist das wohl etwas ganz anderes!!! Es siege die Gerechtigkeit auf diesem Erdball, irgendwann, hoffentlich, und alles Gute diesen Männern!

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