Lehnt das US-Außenministerium ein Ende der Gewalt in Syrien ab?


von

Die US-Regierung hat die syrische Regierung mehrfach dazu aufgefordert, die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Land rasch zu beenden. Sehr wundersam ist in diesem Zusammenhang jedoch eine aktuelle Stellungnahme des US-Außenministeriums: So hat die offizielle Sprecherin öffentlich zugegeben, dass man die syrische Regierung bei ihren Bemühungen, die Gewalt zu beenden, nicht unterstützt. Man rate Bewaffneten sogar davon ab, illegal erworbene Waffen straffrei an die syrischen Behörden zu übergeben.

Die offizielle Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland sagte am Freitag laut einem Bericht des Nachrichtensenders Euronews, dass sie bewaffneten Demonstranten in Syrien davon abrate, illegal erworbene Waffen an die syrischen Behörden zu übergeben. Diese Aussage hatte sie getroffen, nachdem die syrische Regierung die Bewaffneten öffentlich dazu aufgerufen hatte, die Waffen unter Zusicherung der Straffreiheit abzugeben. Der Grund sei, dass man den Versprechungen Assads nicht trauen könne.

Die syrische Regierung versucht händeringend, die Gewalt im Land zu beenden, doch eröffnen bei Großdemonstrationen immer wieder Unbekannte aus der Menschenmenge das Feuer auf die syrischen Sicherheitskräfte, weshalb die blutigen Auseinandersetzungen auch nach Monaten kein Ende finden. Zumindest schreibt das die syrische Nachrichtenagentur SANA und behauptet damit genau das Gegenteil von dem, was westliche Medien berichten. Der syrische Präsident Baschar al-Assad steht diesbezüglich unter enormem internationalen Druck und hat den Bewaffneten nun sogar Straffreiheit zugesichert, wenn illegal erworbene Waffen an die regionalen Polizeistationen übergeben werden.

Inzwischen besteht der dringende Verdacht, dass terroristische Gruppen aus dem Ausland die Arbeit der Sicherheitskräfte behindern und diese gezielt zu wüsten Schießereien provozieren. So hatten syrische Sicherheitskräfte nach einem Bericht des Nachrichtensenders PressTV modernste Waffen aus israelischer Produktion von bewaffneten Gruppen beschlagnahmt. Diese Aussage traf der syrische Gesandte bei der Arabischen Liga Youssef Ahmad während einer Notfallsitzung vor einem 22-köpfigen Gremium in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Der russische Politikwissenschaftler Nikolai Starikov analysierte vorliegendes Material und stellte fest, dass alles darauf hinweise, dass die Ereignisse in Syrien auf ausländische Geheimdienste zurückzuführen seien. Die Bewaffneten hätten ein ungewöhnliches Geschick im Umgang mit Hightech-Waffen, was den dringenden Verdacht aufkommen lasse, dass sie von Experten ausgebildet worden seien.

Syrische und libanesische Behörden haben zudem zahlreiche Transporte abgefangen, die offenbar im großen Stil Waffen ins Land schmuggeln sollten. Erst im Oktober seien zwei Autos gestoppt worden, die Raketen, Handgranaten, Kalashnikovs, Schrotflinten, Pump-Guns, Scharfschützen-Gewehre, Pistolen und Munition geladen hatten. Auch ein hochrangiger Grenzbeamter an der irakischen Grenze zu Syrien behauptete, dass bewaffnete Terroristen aus dem Irak nach Syrien einreisen, um sich an Operationen gegen die syrischen Sicherheitskräfte zu beteiligen. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete, dass irakische Grenztruppen bereits dutzende Terroristen verhaftet hätten. Es seien zuletzt drei Busse und ein Lastwagen voll mit Waffen beschlagnahmt worden.

Indes warnte die Arabische Liga, dass die syrische Regierung alles daransetzen müsse, die Gewalt im Land schnellstmöglich zu beenden. Da am Freitag wieder mindestens 19 Menschen bei den Auseinandersetzungen ums Leben kamen, sei man „zutiefst besorgt“, wie der Generalsekretär der Arabischen Liga Nabil al-Araby  laut einem Bericht der pakistanischen Zeitung TheNation betonte.

1 Kommentar

  1. Welcher Regierung und Medium und Banken in der Welt kann man überhaupt trauen?

    Natürlich keiner!

    Warum tun es die meisten? Aus Bequemlichkeit!

    http://www.ginsterburg.de/t72f4-Die-wahre-Revolution-ist-die-Selbstversorgung.html

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden,erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer)bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu Gewinnen gibt,folgt der Satz “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    M.f.G

    Habnix

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.