Umfrage 02/2015: Edelmetalle hui, Anleihen pfui!


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Mitte Februar startete Gegenfrage.com eine Umfrage darüber, welche Wertanlage die Besucher für die sicherste halten. Zur Auswahl standen Aktien, Edelmetalle, Anleihen, Immobilien, Nahrungsmittel bzw. Zertifikate, Rohstoffe, Devisen oder das klassische Tagesgeldkonto.

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Insgesamt 1204 Personen haben abgestimmt. Edelmetalle, respektive Gold und Silber, genießen bei den Lesern anscheinend das größte Vertrauen: 817 bzw. 68 Prozent stimmten für die historischen Geldmetalle. Die Metalle haben ein enormes Potential, da die Preise an den Terminmärkten künstlich niedrig gehalten werden, wie zahlreiche Analysten sagen.

Platz 2 belegte der Deutschen liebstes Kind, eine Anlage in Immobilien mit 150 Stimmen bzw. 12 Prozent. Für Nahrungsmittel stimmten 114 Besucher (9 Prozent, Platz 3), gefolgt von Rohstoffen (43 Stimmen, 4 Prozent, Platz 4). Hier ist natürlich davon auszugehen, dass man nicht Weizen oder Aluminium zuhause bunkert, sondern stattdessen Zertifikate bezieht.



Platz 5 belegte mit 28 Stimmen oder 2 Prozent das Tagesgeldkonto. Niedrige Zinsen und im Wert fallende Währungen machen diese Form der Wertanlage offenbar unattraktiv. Platz 6 belegen mit 27 Stimmen bzw. 2 Prozent Aktien. Die Kurse von DAX, Dow Jones & Co. sind hier dank Zentralbank-Programmen, von denen niemand wirklich weiß wann sie enden, momentan sehr hoch, was viele Anleger abschreckt.

Platz 7 wird mit nur 17 Stimmen oder 1 Prozent von Währungen belegt. Im sogenannten globalen „Währungskrieg“ eher kein Wunder. Platz 8 und damit Schlusslicht sind Anleihen, nur 8 Personen stimmten für die Schuldtitel.

1 Kommentar

  1. Das geht doch schon lange so!
    Vor Jahren, vielleicht so um 2007, erwartete „alle Welt“ (das waren die Fachleute und Banken) steigende Zinsen und warnten folgerichtig vor sinkenden Renten. Der deutsche Rentenindex stand damals vieleicht bei 150 odedr 160, auf jeden Fall aber unter 200. Aber das Gegenteil trat ein, die Zinsen sanken infolge Manipulation der Notenbanken weiter und deshalb stiegt der REX auf jetzt über 480 Punkte. Genauere Zahlen müsste ich erst recherchieren. Aber das wäre hier unbedeutend. Wichtig ist nur, dass der durchschnittliche Sparer weiß (mehr muss er eigentlich nicht wissen):
    Bei fallenden Zinsen steigen die Anleihen (Rentenpapiere) und bei steigenden Zinsen müssen diese fallen.
    Jetzt kann man in die Zukunft fantasieren und sagen: die Zinsen sind derzeit nahe bei Null und können deshalb nur noch steigen! Damit scheinen die jetzigen fantastischen Gewinne, die mit Rentenpapieren seit 2008 gemacht weren konnten, der Vergangenheit anzugehören.
    Ich würde das ganz genauso sehen. Ganz Mutige könnten daher jetzt schon mit Derivaten auf den fallenden REX spekulieren. Könnten, nicht etwa sollten! Denn Derivate haben einen Verfallstag und zeitlich lässt sich das derzeit in keiner Weise einordnen.

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