UK-Waffenexporte nach Saudi-Arabien um 457 Prozent gestiegen


Großbritannien/Militär/Saudi-Arabien

Britische Waffenexporte nach Saudi-Arabien sind seit Beginn des Jemen-Kriegs um 457 Prozent gestiegen. Dies meldet die Organisation CAAT in einem neuen Bericht.

UK Großbritannien Waffenexporte Saudi-Arabien
UK Großbritannien Waffenexporte Saudi-Arabien, Bild: Gegenfrage.com

Laut einem neuen Bericht der Friedensorganisation CAAT (Campaign Against Arms Trade) hat Großbritannien seit Beginn des Kriegs gegen den Jemen im März 2015 Waffen im Wert von 6,2 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien verkauft.

Dies entspricht auf Jahresbasis einem Anstieg um 170 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von März 2013 bis 2015. Und sogar um 457 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von Januar 2008 bis April 2015, als die Briten Waffen für insgesamt 7,8 Milliarden verkauften.

CAAT-Co-Direktor Tom Barns sagte gegenüber dem britischen dem Independent, dass es sich bei den Verkäufen um Ausrüstung handle, „die man benutzt, um Gräueltaten im Jemen zu begehen. In einer Zeit, in der das Vereinigte Königreich zumindest mehr Rücksicht darauf nehmen sollte, was es verkauft, erteilen sie immer mehr dieser Genehmigungen“.

Zu den Waffen zählen die Brimstone-, Storm Shadow-, PGM 500 Hakim- und Alarm-Raketen, ebenso Bomben des Typs Raytheon Paveway IV. Eine solche Bombe entdeckte man im Januar 2016 nach einem Luftangriff, der eine Reihe von Hilfsgütern und Lebensmittelvorräten zerstörte und die Not der hungernden Bevölkerung des Jemens verschärfte.

Hunger, Tod und Krankheit

Mindestens 10.000 Jemeniten kamen im Konflikt ums Leben, 40.000 weitere wurden verletzt. Darüber hinaus ist als Folge der Bombardierungen neben einer Hungersnot auch die Cholera ausgebrochen, 900.000 Menschen sind infiziert. Fast drei Viertel der Bevölkerung ist auf Nothilfen angewiesen.

Irans Außenminister Javad Zarif sagte, das saudische Königreich „bombardiert den Jemen in Fetzen, tötet Tausende Unschuldige, einschließlich Babys, verbreitet Cholera und Hunger, aber macht natürlich den Iran dafür verantwortlich“.

Quellenangaben anzeigen
caat, telesur



Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

Nach oben scrollen

Iframes, eingebettete Videos und Cookies deaktiviert. Um alle Funktionen freizuschalten, bitte "OK" klicken. Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen