UK: Zwei Milliarden Pfund für neue Drohnen


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In den vergangenen fünf Jahren hat Großbritannien über 2 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden Euro) für den Kauf und für die Entwicklung von Drohnen ausgegeben. Angeblich sind weitere 2 Milliarden Pfund geplant. Die Europäische Kommission hat angekündigt den europäischen Luftraum bis 2016 für unbemannte Drohnen zu öffnen.

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Großbritannien hat in den vergangenen fünf Jahren über 2 Milliarden Pfund für die Entwicklung und den Erwerb von unbemannten Drohnen ausgegeben. Weitere 2 Milliarden sind angeblich für Neuentwicklungen geplant. Ein echter Skandal in der Zeit einer schweren Wirtschaftskrise und schmerzhaften Sparmaßnahmen, denen sich die britische Bevölkerung ausgesetzt sieht. Und das trotz der Tatsache, dass durch Drohnen laut Statistik in erster Linie Zivilisten ums Leben kommen.

Am 18. Juni hatte der britische Guardian berichtet, dass die British Armed Forces einen Drohneneinsatz in Afghanistan durchgeführt hatten, bei dem Zivilisten ums Leben gekommen waren. Das britische Verteidigungsministerium verteidigte den Einsatz mit der Begründung, dass das Ziel des Angriffs Taliban gewesen seien.

In einem kürzlich erschienenen Dokument erklärte die Europäische Kommission die Absicht, den zivilen Luftraum bis 2016 EU-weit für unbemannte Drohnen zu öffnen. Die European RPAS [Remotely Piloted Air Systems] Steering Group (ERSG) hat drei Arbeitsgruppen dazu gegründet und plant bis Dezember 2012 die Veröffentlichung einer „umfassenden Roadmap“ zur Integration der Drohnen in den europäischen Luftraum.