Türkei: Luftangriffe auf Kurden durch eine US-Drohne?


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Eine US-Kampfdrohne des Typs „Predator“ hat im Dezember bei den Attacken auf ein kurdisches Wohngebiet angeblich den ersten Luftangriff auf türkischem Boden gestartet. Türkische Kampfjets seien erst Minuten später eingetroffen, wie eine türkische Zeitung berichtet. Bei dem Bombardement im Südosten der Türkei wurden laut offiziellen Angaben bis zu 35 kurdische Zivilisten getötet.

Die türkische Zeitung Aydinlik berichtete am Sonntag in einer Schlagzeile in Berufung auf „glaubwürdige Quellen“, dass eine US-Drohne im Dezember 2011 den Luftangriff auf ein Gebiet im Südosten der Türkei gestartet hat. Bei dem Angriff kamen bis zu 35 Menschen ums Leben. Erst 16 bis 18 Minuten später seien F-16 Kampfjets der türkischen Luftwaffe eingetroffen. Dem Bericht zufolge sind die Kampfdrohnen in der Incirlik Airbase im Süden der Türkei stationiert und werden von US-Personal in Nevada kontrolliert. Türkische Streitkräfte haben offenbar keine Kontrolle über die Drohnen. Kurden-Vertreter hatten der türkischen Armee einen Angriff auf Dorfbewohner aus der Türkei vorgeworfen, das Militär sprach jedoch von einem Einsatz gegen kurdische Rebellen im Nordirak.

Die US-Regierung ließ im vergangenen Jahr vier Predator-Drohnen an die Türkei ausliefern als Geste der Unterstützung der Türkei im Kampf gegen die PKK. Seit der bewaffnete Kampf der PKK gegen Ankara im Jahr 1984 losbrach, kamen nach Informationen des Nachrichtensenders PressTV mindestens 45’000 Menschen ums Leben.

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