Trumps Behauptung über Iran führt zu nichts – Russland


von

Das russische Außenministerium kritisierte Trump für dessen Behauptung, der Iran unterstütze den Terrorismus. Im Gegensatz zu den USA habe sich die Islamische Republik aktiv an den Friedensgesprächen von Astana beteiligt.

Russland, USA, Iran
Flaggen Russland + USA, Bild: Gegenfrage.com

US-Präsident Donald Trumps Behauptung, der Iran unterstütze den Terrorismus, wird zu nichts führen. Dies sagte Maria Zakharova, Sprecherin des russischen Außenministeriums am Mittwoch. Trump hatte diese Aussage während seines jüngsten Besuchs in Saudi-Arabien getroffen.

Der Iran destabilisiere den Nahen Osten und unterstütze terroristische Gruppen wie die libanesische Hisbollah, sagte Trump. „Diese [Behauptung über den Iran] hilft nicht, die Situation zu stabilisieren“, sagte Zakharova gegenüber Reportern. „Die Vereinigten Staaten beschuldigen den Iran, Terrorismus zu unterstützen, während Moskau bei der Bekämpfung des Terrorismus im Nahen Osten eng mit Teheran zusammenarbeitet.“

Die russische Diplomatin merkte an, dass sich die Islamische Republik im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten aktiv an den Friedensgesprächen von Astana beteiligt habe, um eine Lösung für den anhaltenden Konflikt auszuarbeiten.

Bei den Gesprächen, an denen Vertreter Russlands, Irans und der Türkei teilnahmen, seien wurden u.a. Sicherheitszonen vereinbart. Dadurch konnten die Kampfhandlungen stark reduziert werden, meldet PressTV.

Zakharova warf der US-Regierung zudem vor, die Gespräche nicht ernsthaft berücksichtigt zu haben. „Wir haben die Vereinigten Staaten mehr als einmal dazu eingeladen, sich voll und ganz in diese Aktivitäten einzubringen“, argumentierte Zakharova. „Die Fokussierung auf Anschuldigungen anstatt auf praktische Arbeit wird zu nichts führen.“

Russland und Iran rücken näher zusammen

Nicht nur in militärischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht kooperieren Russland und der Iran. So soll Erdöl künftig direkt gegen Lebensmittel getauscht werden, wie die Nachrichtenagentur TASS meldet.

Erdöl wird normalerweise in US-Dollar gehandelt. Aus diesem Grund stellt der Tausch gegen Lebensmittel eine Umgehung der Weltwährung dar. Bereits seit April 2014 suchte der Iran nach Möglichkeiten, trotz des US-Embargos Handel betreiben zu können. Inzwischen wird auch Russland von den USA sanktioniert.

Quellenangaben anzeigen
presstv, oilprice



1 Kommentar

  1. Fassen wir zusammen: der von mir leider voreilig glorifizierte Trump lügt genauso wie vordem Obama.
    Ich zitiere hier das ehemalige US Regierungsmitglied Paul Craig Roberts: „Ein Trottel im Weißen Haus hat den alten ersetzt. Der neue Trottel schickte seinen Außenminister nach Russland. Wozu? Um ein Ultimatum zu überbringen?
    Man muß sich diese Dreistigkeit des Außenministers Tillerson vorstellen. Die ganze Woche vor seinem Besuch hat er damit verbracht, Lügen und falsche Anschuldigungen auszusprechen. Um sich für die Lügen zu entschuldigen?“

    Eigentlich könnte ich jetzt mit diesem Zitat von Roberts (entnommen dem Nachrichtenmagazin „Zuerst“, S. 12, hier enden. Denn es geht um Syrien, es geht um den Iran.
    Jetzt, wo Russland mit der syrischen Regierung fast vollständig befreit hat, verlangt Tillerson im Auftrag des Herrn Trump, Russland möge quasi Syrien dem Westen übergeben und verlangt außerdem ein Ende der militärischen Zusammenarbeit Russlands mit dem Iran.
    Als Lohn winkte Tillerson mit dem Ende der Sanktionen und einer künftig guten Zusammenarbeit.
    Ich nenne das eine handfeste Erpressung.
    Russland kann auch so überleben, auch mit Sanktionen.
    Und einen Nuklearkrieg haben die USA mehr zu fürchten wie Russland. Warum? Ei, weil Russland doppelt so groß ist wie die USA und nur halb so viele Einwohner hat.
    Rechnen wir mit etwa 50 % Bevölkerungsverlust, so hat somit welches Land im Krieg mehr zu verlieren? Russland etwa nur 75 Millionen, die USA aber 150 Millionen.
    Und das sollte nach Trumps Definition aber ein „schlechter Deal sein“.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.