Trump will US-Truppen lieber an mexikanischer Grenze, als in Syrien


von

US-Präsident Donald Trump hat erneut gefordert, die amerikanischen Truppen aus Syrien zurückzuziehen und kündigte einen militärischen Schutz der Grenze zu Mexiko an.

USA Syrien Mexiko
USA Syrien Mexiko, Bild: Trump Tower in Chicago, Gegenfrage.com

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Führern der baltischen Staaten sagte US-Präsident Trump am Dienstag, er werde sich mit Verteidigungsminister James Mattis „in Kürze“ über die Entsendung von US-Truppen an die Grenze zu Mexiko besprechen, „bis die Mauer steht“.

Er erklärte weiter, dass er am Abzug der US-Streitkräfte aus Syrien interessiert sei. Trump wetterte gegen „Karawanen“ von Menschen, die aus Mexiko über die Grenze kommen. In seinem Präsidentschaftswahlkampf versprach Trump, gegen die Einwanderung entschlossen vorzugehen.

Über die Beziehungen der USA zu Russland sagte Trump in gewohnter Zusammenhanglosigkeit: „Mit Russland auszukommen ist eine gute Sache, keine schlechte Sache. Vielleicht werden wir das und vielleicht auch nicht … Wahrscheinlich war bisher niemand härter gegenüber Russland. Sehen Sie sich jetzt unsere militärische Stärke an, die wir heute wahrscheinlich nicht hätten, wenn der Gegner gewonnen hätte.“

Putin ein Freund, oder ein Feind?

Er sagte weiter, dass „fast jeder zustimmt, außer sehr dumme Menschen“, dass gute Verbindungen zu Moskau von Vorteil seien. Auf die Frage, ob er Putin als Freund oder als Feind betrachte, antwortete Trump: „Ich werde es dich wissen lassen … Irgendwann kommt die Zeit, zu der ich dich es wissen lassen werde. Du wirst es sehr bald herausfinden.“

Trotz der Eskalation der Spannungen zwischen Moskau und dem Westen hat Trump Putin ins Weiße Haus eingeladen. Einige Experten glauben, dass der US-Präsident außenpolitisch schlecht beraten wird. Andere Beobachter glauben, dass Trump bewusst unberechenbar auftritt, um Verunsicherung zu schaffen (s. „Madman-Strategie„).

Quellenangaben anzeigen
independent, presstv

 

1 Kommentar

  1. 1. Der Schutz vor illegalen Einwanderern aus Mexiko, Puerto Rico etc, kurz: der Schutz der Grenze zu Mexiko ist mit Sicherheit weit wichtiger, als den Staatschef Syriens zu stürzen.

    2. Mit Russland „gut auszukommen“ geht auf Henry Kissinger zurück. Diesen halte ich für einen der wenigen Leute mit einem politischen Verstand.
    Dieser sagte vor Jahren sinngemäß: mit Russland werde man sich letztlich immer einigen können. Das sei mit China weit schwieriger.
    Genau das ist der Punkt. Genau das rede ich seit Jahr und Tag.
    Es ist existentiell wichtig, Churchills Fehler aus 1939 nicht zu wiederholen!
    Ausgewiesene Dummköpfe wie Obama oder Mc. Caine können Kissinger bei weitem nicht das Wasser reichen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.