Troika will 5-Tage-Woche in Griechenland abschaffen


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Arme Griechen: Obwohl für griechische Arbeitnehmer, Steuerzahler und Soziallistungsempfänger eigentlich schon ziemlich alles beschnitten wurde, was beschnitten werden kann, fordert die Troika weitere Maßnahmen. Jetzt ist die Beschneidung der Arbeitnehmerrechte an der Reihe, was Unternehmen „mehr Flexibilität für Eintritt und Austritt der Arbeitnehmer aus dem Arbeitsmarkt“ ermöglichen soll.

Im Würgegriff der Troika: Griechische Arbeitnehmer

Während die griechische Regierung versucht das Land vor dem vollständigen Untergang zu bewahren, blüht den Bürgern immer größeres Elend. Gehälter, Renten und Löhne werden gekürzt, die Arbeitslosenquote explodiert, aus der Rezession schafft es Griechenland allein nicht mehr heraus. Da kann man es den parlamentarischen Demokraten auch kaum verübeln, dass sie hier und da nach deutschen Reparationszahlungen schreien – natürlich alles nur marktschreierisches Buhlen um die Wählergunst.

Doch was hat die griechische Regierung überhaupt noch zu melden, die immer wieder nach Deutschland und Frankreich reist, um zu hausieren und von IWF, EU und EZB (Troika) herumdiktiert wird? Laut der griechischen Tageszeitung Imerisia hat die Troika nun eine Email mit neuen Forderungen an die Regierung unter Ministerpräsident Andonis Samaras geschickt. Die Email wurde am vergangenen Freitag versandt und fordert von der griechischen Regierung eine weitgehende Beschneidung der Arbeitnehmerrechte.

Die Troika fordert u.a. die Abschaffung der 5-Tage-Woche und die Herabsetzung der minimalen Ruhezeiten zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn auf 11 Stunden. Auch soll der Kündigungsschutz gelockert werden („Die Reduzierung der hohen Kosten für Eintritt und Austritt der Arbeitnehmer aus dem Arbeitsmarkt“), um griechischen Unternehmen eine „höhere Flexibilität“ zu ermöglichen.



In Griechenland ist inzwischen mehr als jeder zweite Jugendliche ohne Beschäftigung. Allein in Athen sind 20’000 Menschen obdachlos. Die Staatsverschuldung ist von 115% auf 160% des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Die Selbstmordrate ist um 20% angestiegen und tausende Bürger müssen von weniger als 500 Euro im Monat leben, ohne Anspruch auf soziale Absicherung. Die Griechen haben es satt, sich von der Troika Maßnahmen zur Bewältigung der Krise diktieren zu lassen. Und von den Deutschen.

Irgendwie hat es etwas Sarkastisches, dass sich die antideutsche Koalition aus Roosevelt, Churchill und Stalin im 2. Weltkrieg ebenfalls als „große Troika“ bezeichnete. Mal sehen, wo die Reise letztendlich hinführt. Einen guten Film über die Troika aus griechischer Sicht gibt es hier.

9 Kommentare

  1. Wie sang doch schon der Ragga-König? Stand up, get up, don’t give up the fight…I shot the sheriff, but I didn’t … nun müssen sie sich selber helfen und die fetten Abgeordneten mal etwas hungern lassen, denn die haben ja auch die EU-Steuermilliarden versickern lassen…spekuliere, die sind in die eingene Tasche gewandert.
    Wo hatte der Papandreou schon wieder sein excellentes Englisch her? WO hatte er studiert? Ahh… Bruce Springsteen würde singen: Born in the USA, It was, born, in the USA-a-a
    Und an wen sind die im Wert explodierten CDS (Kreditderivate) der Post gegangen? Ah, Verwandte vom Papandreou-Vogel… Der Kreis schliesst sich, wie immer.

  2. @Saddam Hussein, 11 Stunden Nachtruhe ist in DE auch so, aber in DE gibt es glaube ich zusätzlich auch die Bestimmung daß Arbeitnehmer nur 10 Stunden pro Tag arbeiten dürfen und nicht 13.

  3. Human-Resource kommt nicht von human, sondern vom Wort „Resource“. Und diese verbraucht man, und schmeisst sie, bevor man die neue sich holt, einfach auf den Misthaufen. So soll es nach dem Willen der Brüssel-Gängster laufen…aber da müssten halt auch mal die Brüssler din Finger raus nehmen, denn bei Sabena streikt man fast mehr, als man arbeitet (EU zahlt’s ja).

  4. Arbeit macht frei.Die Bilderberger nehmen die Griechen jetzt als Versuchssklaven dran.Man wird schauen was im Jetzt so alles geht und dann die Daumenschrauben fester ziehen oder erstmals so lassen.Mein Rat an euch Griechen schafft eine orthodoxe Zweckgemeinschaft mit Serbien/Russland und Co,geht aus dem Euro/EU.Leistungsmäßig und vom Verstand und Moral passt ihr nicht zum Norden und deren Wirtschaftkorsett.Das selbe gilt übrigens für alle PII(G)S und FRA.und SLO.etc.Es war/ist ein Versuch von Mächten die Volleyball mit der Welt und Krieg mit den Völkern spielen,genauso wie der Eiserne Vorhang ein Projekt war.

  5. Meiner Meinung nach genügt es, Vorstände, Vorgesetzte, Vorarbeiter, Vorruheständler, Vortragende und Vorturner zu beschneiden.

  6. @Wini – Zu deinem Kommentar um 10:54 Uhr

    Sabena ist in Brüssel 2001 pleite gegangen, also rechtzeitig vor der Einführung des Euro und man firmierte neu. Unter Vielfliegern früher auch bekannt unter : Such a bloody experience never again.

    Belgien war einst das europäische Land mit der größten Landfläche, solange der Vizekönig von Belgien, genannt Kongo-Müller in Afrika noch an der Macht war. Jetzt ist ein anderes Land das Land mit der größten Fläche, aber die Eigentümerin ist nicht die Oma im Buckingham- Palast, denn die glorreichen Tage des British Empire sind dahin.

    Auch die Waffenfirma FN mit Hauptquartier in Herstal / Belgien hatte mal Probleme, jedoch man firmierte sich neu und kassierte sich Winchester und Browning in den USA. In den USA werden von dieser Firma Handfeuerwaffen aller Art produziert, auch das M16, M249 und M240 unter anderem.
    Brüssel & Washington D.C. – Die Waffenbrüder (psst, nicht weitersagen)

  7. Ja wieso sollen die denn nicht 6 Tage arbeiten ?

    Bei 14 Gehältern. Und ewiger Krankfeierei.

    Durchgedrehtes Anspruchsdenken entspringt üblicherweise immer dieser lästigen Kleine-Leute-Arroganz. Zutiefst unangenehm.

    Sollen mal auf den Teppich kommen. Gilt auch für die hiesigen faulen Säcke und Säckinnen.

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