Tony Blairs Außenminister kassiert 550.000 Euro als Flüchtlingshelfer


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David Miliband, ehemaliger britischer Außenminister unter Tony Blair, setzt sich seit 2013 für Flüchtlinge ein und leitet eine Hilfsorganisation in New York. Allerdings nicht for free: Ganze 550.000 Euro der jährlichen Spenden wandern direkt auf Milibands Privatkonto.

„Boat People from Haiti“ von John Edwards - http://www.navy.mil/view_image.asp?id=24188. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
Boat People from Haiti“ von John Edwards – http://www.navy.mil/view_image.asp?id=24188. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Der ehemalige britische Außenminister unter Tony Blair, David Miliband, wurde im Jahr 2013 Präsident einer Organisation für Flüchtlingshilfe. Allerdings setzt er sich nicht aus purer Nächstenliebe für die Hilfesuchenden ein, sondern lässt sich dafür fürstlich entlohnen: Ganze 425.000 GBP, bzw. 550.000 Euro streicht der britische Politiker dafür jährlich ein.

Die in über 30 Staaten agierende Hilfsorganisation „International Rescue Committee“ (IRC) mit Sitz in den USA möchte „auf die schlimmsten humanitären Krisen der Welt zu reagieren und hilft dabei, Gesundheit, Sicherheit, Bildung, wirtschaftliches Wohlergehen zu ermöglichen und jenen Menschen Kraft zu geben, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind.“

Die britische Zeitung Daily Mail schrieb ironisch: „Ali G-Star Sacha Baron Cohen und seine Frau, die Schauspielerin Isla Fisher, spendeten dem IRC diese Woche 500.000 Dollar und wollten damit verzweifelten Flüchtlingen aus Syrien helfen. Was das großzügige Paar nicht wissen konnte, ist, dass ihre Spende nicht einmal ausreichen wird, um das Gehalt von David Miliband, dem Vorsitzenden der amerikanischen Hilfsorganisation, zu bezahlen.“

Das IRC selbst sagt, dass fünf Prozent aller Einnahmen an Management und Gemeinkosten gehen, 93 Prozent gehen direkt an die Bedürftigen.

7 Kommentare

  1. Wenn man den Betrag zurückrechnet und auf das „Spendenvolumen“ hochrechnet, ergeben sich Einnahmen ( die „direkt“ an die Bedürftigen gehen sollen ) von rund 10,3 Millionen – realistisch ???

  2. Tja Biggi,
    so ist das bei den meisten internationalen Organisationen, ob NGOs wie IWF, WHO, … oder der EU, oder eben Hilfsorganisationen. Wobei Selbstbedienung doch ein hässliches Wort ist; sagen wir doch lieber, man ist dort in der glücklichen Lage, über sein Gehalt samt Aufwandsentschädigung plus Pensionszusagen und Reisespesen sowie Auslagenpauschalen und ggf. noch Sachzuwendungen, Urlaubsanspruch und Urlaubsgeld usw., usw. selbst zu entscheiden – völlig legal und obendrein, was kaum einer weiß, zum allergrößten Teil steuerfrei ! DAS ist doch mal geil, oder?
    P.S.: Wie hoch ist eigentlich dein Steuersatz und sonstige Abgabenbelastung als unterbezahlter Durchschnittslooser?

  3. Leute hoert auf zu spenden, daran bereichern sich nur die falschen Personen. .Was die leisten ist minimal.

  4. War doch bei UNICEF Deutschland nicht anders. Als Heide Simonis dort endgelagert werden sollte, machte sie den Sumpf publik.

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