Thessaloniki : 98% sagen NEIN zur Wasser-Privatisierung


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Laut einer inoffiziellen Umfrage haben rund 98% aller Bürger Thessalonikis gegen die von der Regierung geplante Privatisierung des regionalen Wasserversorgers EYATH abgestimmt. Insgesamt 1,5 Millionen Menschen werden von dem Unternehmen beliefert.

Stand einst für Unabhängigkeit:
Griechenlands Flagge, Bildquelle: Wikipedia

In der zweitgrößten Stadt Griechenlands Thessaloniki wurde am Sonntag ein inoffizielles Referendum über die Privatisierung der Wasserversorgung abgehalten. Die Wahlurnen wurden außerhalb von Wahllokalen platziert, wo die Bürger ihre Stimmen abgeben konnten.

218’002 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Wahl (Stand: 20.05.). Davon stimmten 213’508 (98,04%) gegen die Privatisierung der Wasserversorgung, 4’278 (1,96%) waren dafür. Innenminister Yiannis Michelakis sandte ein Rundschreiben an mehrere Bürgermeister in der Gegend und rief diese dazu auf, die inoffiziellen Wahlen zu verbieten bzw. die Wahlergebnisse nicht in spätere Entscheidungen einfließen zu lassen. Gleichzeitig drohte die Staatsanwaltschaft mit Festnahmen. Doch viele Bürgermeister ignorierten das Schreiben und beschrieben dieses als „Beleidigung“.

Im Jahr 2011 hatte die griechische Regierung Pläne verkündet, den öffentlichen Wasserversorger EYATH, der 1,5 Millionen Einwohner aus Thessaloniki und Umland beliefert, zu privatisieren. Diese Entscheidung sorgte für Empörung in ganz Griechenland. Viele politische Parteien, Gewerkschaften, die orthodoxe Kirche und fast die gesamte Bevölkerung sprechen sich vehement gegen die Privatisierung des Versorgers aus.

Aktuelles Umfrageergebnis:

Quellen:

3 Kommentare

  1. Was das Volk möchte wird aber wohl trotzdem kein Schwein interessieren. Eher knüppeln sie alles nieder und verkaufen den Laden dem nächstbesten Rothschild-Vasall.

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