Teuerung in Venezuela bei 93% – bis jetzt


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In Venezuela sind die Preise von Januar bis April dieses Jahres um 93 Prozent gestiegen. Die schwere Wirtschaftskrise treibt Tausende Menschen auf die Straße.

Venezuela Teuerung
Flagge Venezuela, Teuerung, Bild: Gegenfrage.com

Die Teuerungsrate in Venezuela betrug in den ersten vier Monaten dieses Jahres 92,8 Prozent, so ein offizieller Bericht der Regierung in Caracas. Allein im April seien die Preise um 16,5 Prozent gestiegen.

Im Januar 2016 erklärte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro den wirtschaftlichen Notstand des Landes. Dies folgte nur zwei Tage nach dem Absturz des venezolanischen Ölpreises auf 24 Dollar je Barrel. Der niedrigste Stand seit 12 Jahren.



96 Prozent der Wirtschaftsleistung Venezuelas hängt von Ölexporten ab. Im Februar verkündete die Zentralbank von Venezuela, dass die jährliche Inflationsrate des Landes den historischen 180-Prozent-Rekord aus dem Jahr 2015 getoppt hat. Nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds könnte die Inflationsrate in diesem Jahr über 700 Prozent schnellen. Für 2018 werden sogar über 2.000 Prozent prognostiziert.

Die schwere Wirtschaftskrise hat Massenproteste in dem südamerikanischen Land ausgelöst. Regierungsgegner, Regierungsanhänger und Sicherheitskräfte liefern sich Straßenschlachten. Seit April toben besonders schwere Proteste, nachdem das Oberste Gericht des Landes entschieden hatte, die Macht der staatlichen Nationalversammlung zu beschränken.

Zwar wurde die Entscheidung zurückgenommen, doch setzen sich die Proteste weiter fort. Mindestens 30 Menschen sind dabei bis jetzt ums Leben gekommen.

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sputnik

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