Taliban schreiben Brief an das „amerikanische Volk“


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Die Taliban-Gruppe wandte sich gestern mit einem Brief an das „amerikanische Volk“ mit der Aufforderung, die US-Regierung dazu zu bewegen, den nun fast 17 Jahre dauernden Afghanistankrieg zu beenden.

Taliban Brief
Taliban Brief, Bild: Gegenfrage.com

Die Taliban (Islamisches Emirat Afghanistan) wandten sich am Mittwoch mit einem langen Brief (3.000 Wörter) an US-Abgeordnete, der sich an das „amerikanische Volk, Beamte unabhängiger NGOs und die friedliebenden unter den Kongressabgeordneten“ richtet. Der Brief wurde u.a. in der Washington Post veröffentlicht.

Darin wird die amerikanische Gesellschaft dazu aufgefordert, die US-Regierung zu einem Abzug aus Afghanistan zu drängen. Die Taliban erinnern daran, dass es sich beim Afghanistankrieg um den längsten Krieg der US-amerikanischen Militärgeschichte handle, der bereits „Billionen Dollar verschlungen“ habe.

Die Taliban schreiben weiter, dass in der Vergangen versucht wurde, direkte Gespräche mit Washington zu führen, was die US-Regierung wiederholt abgelehnt hat. Im Brief werden Bildung und Frauenrechte für die Bürger Afghanistans versprochen, für den Fall dass die US-Truppen aus dem Land abziehen.

100 Jahre und 100 neue Strategien

„Wenn die Politik der Gewaltanwendung weitere 100 Jahre mit 100 neuen Strategien fortgesetzt, wird das Ergebnis trotzdem dasselbe sein wie in den vergangenen sechs Monaten“, heißt es in dem Brief. Damit bezog man sich auf einige Angriffe in der afghanischen Hauptstadt Kabul, die vor einigen Wochen durchgeführt wurden.

Trump hatte in diesem Zuge neue Militärstrategien erstellen lassen, die unter anderem eine Aufstockung der US-Truppen und afghanischer Sicherheitskräfte vorsieht. Es werde „hartnäckig versucht, den Krieg zu verlängern“, was „schreckliche Konsequenzen für die Region und die Stabilität Amerikas selbst“ nach sich trage.

Die Taliban kritisierten desweiteren die hohe Korruption der von den USA unterstützten afghanischen Regierung, sowie die rasch wachsende Rauschgift-Industrie, welche sie im Vorfeld des Afghanistankriegs verboten hatten. Afghanistan ist der weltweit größte Produzent von Opium, dem Rohstoff für die Herstellung von Heroin.

Kompletter Brief
washingtonpost

5 Kommentare

  1. Ja- Bin Laden hat gewonnen.
    Eigentlich können die USA stolz darauf sein, denn der CIA hatte ihn ausgebildet.
    Noch nie in der Weltgeschichte hat eine reguläre Armee gegen Freiheitskämpfer gewinnen können.
    Weitere 17 Jahre Krieg werden die Bevölkerung der USA noch weiter ins Elend stürzen und die Infrastruktur wird noch schlechter sein als heute.
    Weitere 17 Jahre, in denen China und Russland weiter an ihrem Wirtschaftsimperium *schrauben* können und eine Militärmacht aufbauen können, die wegen der nicht vorhandenen Korruption und überzogenen Preisen, zu etwa 1/3 der Kosten aufgebaut werden kann, die US Waffen kosten.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Hallo Markus,
    das kommt noch obendrauf.
    Blasen platzen irgendwann, kosten viel Geld und dann kann es wieder von vorne losgehen; die Welt wird nicht stehen bleiben, auch nicht in den USA.
    Nur- die USA müssen vorher den schmerzlichen Weg aller Imperien gehen.
    Danach wir ein neues Imperium die Welt beherrschen.
    Wenn- egal welche Blase platzt, kostet es nur ungedecktes *überschüssiges* Papiervermögen, eben die Blase.
    Ja- diese Werte müssen vernichtet werden, sonst kann es keinen Neuanfang geben.
    Ich habe dann immer noch meine Unzen und Du Deine Beteiligungen (Aktien).
    Auch Renten wir es immer geben und Leute wollen wieder in Spanien Urlaub machen.
    Brauchen wir z. B. die hunderte von Billionen an CDS Absicherungen von Vermögenswerten, mit denen der Halter überhaupt nichts zutun hat?

    Ich denke, wie sind jetzt in einer Phase, in der noch die letzten freien Vermögen in Papierwerte ins Boot geholt werden sollen, denn nur die kann man per Federstrich vernichten oder kappen.
    Mal sehen, wann die Leute, die dann auch noch an den Verlusten der Spekulanten Gewinne machen, „den Sack zu machen“.
    Danach werden die Deutschen immer noch so fleißig arbeiten und die Südländer nicht auf ihre Siesta verzichten

    Viele Grüße aus Andalusien
    H.J. Weber

  3. Das ist korrekt, Helmut.
    Der Crash wird kommen und diesem wird niemand von uns entgehen können: niemand!
    Man kann aber versuchen gegenüber den Anderen relativ besser abzuschneiden.
    Es steht zu befürchten, aber das werden wir nicht mehr schauen können, dass nach der zu erwartenden Währungsreform dieselbe Leier wieder so weiter läuft wie bisher.
    Das Kennzeichen jeder Währungsreform ist immer die Forderungsvernichtung.
    Die internationale Finanzelite dieses Erdballs hat da mit Sicherheit eine klare Vorstellung wie das ablaufen soll.
    Sicher ist aber eines: Deine Goldidee ist eine weltweit uralte Idee und ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn die EZB auf Weisung der Finanzelite ausgerechnet dieses bekannte Schlupfloch nicht geschlossen wird.
    Wer 1914 ausgewählte Aktien in London oder Paris gekauft hatte, könnte diese heute immer noch halten.
    Egal wieviel Währungsreformen dazwischen passiert sind.
    Wer aber Gold 1932 in USA oder in Deutschland gekauft hatte, dessen Vermögen war im Frühjahr 1933 um Zweidrittel vermindert.
    Jetzt ist die Situation international aber viel schlimmer.
    Niemand wird im EU Raum physisches Gold in eine künftige bargeldlose Währung ohne Erlaubnis und Besteuerung umtauschen können. Alle Schlupflöcher, da wiederhole ich mich immer wieder, müssen geschlossen werden.
    Das wird sogar die erste Maßnahme der internationalen Finanzelite sein.

  4. Hallo Markus,
    Du schreibst:
    …Wer 1914 ausgewählte Aktien in London oder Paris gekauft hatte, könnte diese heute immer noch halten…
    Ja- aber welche?
    Hatten die auch (bis heute) *pro Jahr* 5,7% steuerfreien Kapitalertrag???
    Nur so von mir geschätzt:
    Maximal 0,5% der Anlagen bestehen in Edelmetallen und die sind z. B. bei mir nicht zu finden und diese Edelmetalle will ein Staat suchen?
    Alle Edelmetallwerte, die 2014 schon existierten, brauchten nicht „ausgewählt“ werden, man hatte sie einfach.
    Und wenn morgen die Edelmetalle um 70% ihren Kaufwert verlieren, habe ich immer noch gegenüber den DAX Werten gewonnen.
    Sicher gibt es auch Aktien, die haben tausende von Prozent gewonnen, als ich nur etwa 400% verbuchen konnte.
    Aber darauf soll ich hoffen und mein Leben in Spanien aufbauen???
    Ich habe mich an das gehalten, was tausende von Jahren funktioniert hat.
    Ich habe auch noch von keinen verarmten Käufer (Horter) von physischen Edelmetallen gehört.

    Ob es letztendlich funktioniert hat, was ich mir da ausdenke, werden meine beiden Kinder einmal bewerten können, wenn meine liebe Frau und ich diese Welt bereits verlassen haben.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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