Syrien fordert Reparationen von den USA


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Syriens Regierung hat zwei Briefe an die Vereinten Nationen gesandt, in denen Reparationszahlungen von den USA gefordert werden.

Syrien USA Reparationen
Flagge Syrien + USA, beide gemeinfrei

In zwei Briefen an die Vereinten Nationen fordert Syrien von den USA Reparationszahlungen aufgrund der Bombardierungen ziviler Ziele. Zudem fordert die Regierung in Damaskus einen sofortigen Einfluss auf Luftangriffe der US-Koalition.

Syriens ständige Mission bei den Vereinten Nationen stellte die Forderungen an den Generalsekretär sowie an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates. Damaskus „besteht darauf, dass diese Angriffe enden und dass die Mitglieder dieser unrechtmäßigen Koalition die politische und rechtliche Verantwortung für die Zerstörung der Infrastruktur in der syrischen Arabischen Republik tragen müssen, einschließlich der Verantwortung für die Entschädigung“, so die Briefe.

„Völlige Zerstörung“

Die Briefe unterstrichen zudem, dass die laufenden US-Luftangriffe, die angeblich darauf abzielen IS-Kämpfer zu töten, „weiterhin Hunderte unschuldige syrische Zivilisten das Leben kostet“. Derartige Bombardements führten zu einer „nahezu totalen Zerstörung“ von Häusern und lebenswichtiger Infrastruktur, einschließlich der „völligen Zerstörung“ von Öl- und Gasanlagen.

In den Briefen wurde zu dem betont, dass die US-Präsenz in Syrien gegen das Völkerrecht verstoße, da die syrische Regierung Washingtons Kampagne in keinster Form genehmigt habe. Damaskus verwies auf zwei aktuelle Fälle, in denen Kampfjets der US-Koalition syrische Öl- und Gasanlagen zerstört haben.

Dabei seien viele Häuser fast vollständig zerstört worden, mindestens acht Zivilisten kamen ums Leben, „die meisten davon Kinder“. Diese Angriffe, in Kombination mit US- und EU-Sanktionen gegen das arabische Land „behindern die Erhaltung dieser wirtschaftlichen Einrichtungen und gefährden die Perspektiven für die Entwicklung und den Wiederaufbau“ der Nation.

Die so genannte Operation Inherent Resolve führte allein in diesem Monat bislang zu 603 Todesfällen durch Luftangriffe der Koalition in Syrien und im Irak. Allerdings ist diese offizielle Zahl viel niedriger, als die von anderen Überwachungsgruppen.

So berichtete etwa Airwars von „mehr als 700 wahrscheinlich zivilen Todesfällen“ allein in der syrischen Provinz Raqqa, noch vor Beginn der Befreiung der Stadt im Juni.

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theduran, newssniffer

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