Syrien droht Türkei mit Bewaffnung aufständischer Kurden


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Damaskus hat Ankara davor gewarnt, weiterhin terroristische Gruppen in Syrien finanziell zu unterstützen und mit Waffen zu beliefern. Anderenfalls werde man ebenfalls mit der Bewaffnung und Unterstützung von kurdischen Aufständischen in der Türkei beginnen.

Wird er den Kriegshetzern standhalten?
Bashar al-Assad

Wie die libanesische Nachrichtenseite Al Manar berichtet, hat die syrische Regierung in Damaskus eine Warnung gegenüber Ankara ausgesprochen und gefordert, dass die türkische Regierung sofort jegliche Einmischung in den Krieg in Syrien unterlässt. Anderenfalls werde Syrien mit der Unterstützung kurdischer Aufständischer in der Türkei beginnen und diese mit Raketen ausstatten. „Damaskus hat Ankara gewarnt, dass ihre politische Einmischung in Syrien Damaskus dazu veranlassen wird, die kurdische Opposition in der Türkei mit leichten sowie mit schweren Waffen zu versorgen.“

Laut Berichten syrischer und libanesischer Medien verhält sich die Türkei wie ein Feindstaat und spielt eine wichtige Rolle bei den Ereignissen in Syrien, speziell durch die Bereitstellung von Waffen und logistischer Unterstützung für die sogenannte Opposition. Das Ziel der Türkei, der USA und anderer Unterstützer eines Krieges in Syrien ist der Sturz der Regierung von Bashar al-Assad. Die USA und die Türkei beabsichtigen zu diesem Thema eine enge nachrichtendienstliche Zusammenarbeit.

Die Unruhen in Syrien begannen im März 2011, als bewaffnete Banden die syrische Polizei und Sicherheitskräfte infolge einer Nahrungsmittelkrise angegriffen hatten. Der Konflikt findet seither kein Ende, da die USA, Israel und deren Verbündete die Opposition mit Waffen beliefern und taktisch unterstützen. Russland und China, die sich ihrerseits als Verbündete der syrischen Regierung bezeichnen, liefern ebenfalls Waffen nach Syrien und unterstützen die syrische Regierung durch den Kauf von Staatsanleihen. Nach genauerer Beobachtung liegt der Verdacht nahe, dass sich die Weltmächte an dem arabischen Land durch Waffendeals bereichern und gar kein Interesse an einer schnellen Waffenruhe haben.