Syrien braucht Wahlen, Saudi-Arabien nicht – saudischer UN-Botschafter


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Nur weil es in Syrien Wahlen gibt, muss es in Saudi-Arabien nicht auch welche geben. Nirgends auf der Welt sind die Bürger zufriedener mit ihrer Regierung als in Saudi-Arabien. Dies sagte Saudi-Arabiens UN-Botschafter während einer TV-Sendung.

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Saudi-Arabien setzt sich für Neuwahlen und ein demokratisches System in Syrien ein. Doch finden in Saudi-Arabien selbst bestenfalls Kommunalwahlen statt. Abdallah al-Mouallimi, Saudi-Arabiens Botschafter bei den Vereinten Nationen in Riad, sagte, sein Land benötige keine Wahlen, da die Bürger glücklicher mit ihrer Regierung seien, als es in jedem anderen Land auf der Welt der Fall sei.

„Wahlen sind nicht das Allheilmittel für alles. Nur weil es Wahlen in Syrien gibt, bedeutet dies nicht, dass es auch Wahlen in Saudi-Arabien geben muss“, so der Diplomat während einer TV-Sendung auf Al Jazeera am Samstag. Laut Umfragen existiere in Saudi-Arabien „ein hohes Maß an Unterstützung für das System“, fügte er hinzu. Kritik am System wird in Saudi-Arabien übrigens mit Gefängnisstrafen geahndet.

Laut Weltverfolgungsindex des Hilfswerks Open Doors werden in Saudi-Arabien nach Nordkorea die meisten Menschen der Welt aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Frauen benötigen einen männlichen Vormund, Homosexuelle werden ausgepeitscht oder öffentlich mit einem Schwert enthauptet. Unter Folter erzwungene Geständnisse sind in Saudi-Arabien rechtswirksam.

Das Land erhielt zuletzt auf Druck Großbritanniens einen hohen Sitz im UN-Menschenrechtsrat.

 

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