Syrien: 50 Zivilisten durch US-Luftangriff getötet?


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Wie eine syrische Menschenrechtsorganisation meldet, sind bei einem US-Luftangriff im Norden Syriens mindestens 50 Zivilisten ums Leben gekommen, die in einem ISIS-Gebäude festgehalten wurden. Das US-Militär gab an, keine Hinweise auf zivile Opfer zu haben.

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Durch einen US-Luftangriff sollen in Syrien am 28. Dezember mindestens 50 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Dies meldet eine syrische Menschenrechtsorganisation. Der Angriff wurde in der Stadt Al Bab, im Norden Syriens nahe der Grenze zur Türkei, auf eine Anlage der ISIS-Gruppe durchgeführt, wo diese Menschen gefangen hielten.

Das Gebäude wurde durch den Luftangriff zerstört, bei späteren Aufräumarbeiten konnten nur noch die Leichen geborgen werden. Das US-Kommando, welches den Luftangriff nicht im Vorfeld angekündigt hatte, bestätigte diesen auf wiederholte Anfragen des Newsmagazins McClatchy DC. Col. Patrick S. Ryder schrieb in einer Email: „Die Flugzeuge der Koalition bombardierten und zerstörten am 28. Dezember ein Hauptquartier von ISIS in Al Bab.“ Er fügte hinzu, dass eine Überprüfung des Luftangriffs bislang keine Hinweise auf zivile Opfer ergeben habe.



Im September 2014 hatte US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama damit gedroht, Assad zu stürzen, sollte dieser das US-Militär beim Bombardieren Syriens zu stören gedenken. Trotz der jahrelangen, durch Nahrungsmittelspekulation ausgelösten und durch westliche Regierungen aufrecht erhaltenen Unruhen im Land, steht die syrische Bevölkerung noch immer mehrheitlich hinter Präsident Bashar al-Assad.

Laut der UN-Kommissarin für Menschenrechte Zeid Ra’ad Zeid Al-Hussein kamen seit Ausbruch der Krise im Jahr 2011 in Syrien mehr als 200.000 Menschen ums Leben.

Foto: F-15 Kampfjet feuert Rakete ab, Archivbild; Quelle: Defense.gov, public domain

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