Südkorea: Pro Kopf mehr Kreditkarten als in den USA


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Südkoreaner haben pro Kopf die meisten Kreditkarten der Welt, sogar mehr als die Bürger in den Vereinigten Staaten. Was private Verschuldung angeht, haben Amerikaner und Deutsche in absoluten Zahlen jedoch die Nase weiterhin vorn.

Dass US-Amerikaner haufenweise Kreditkarten mit sich führen, viel mehr Geld ausgeben als sie einnehmen und in vielen Fällen die Raten samt Zinsen nicht bezahlen können, ist allgemein bekannt. Dass die Südkoreaner noch beherzter zugreifen, allerdings weniger.

Der durchschnittliche Südkoreaner besitzt fünf Kreditkarten, vom Neugeborenen bis zum Greis. Der US-Amerikaner hat „nur“ vier. Die Regierung Südkoreas ist besorgt und versucht die Verbraucher davon zu überzeugen, sich nicht weiter zu verschulden. Kreditkarten-Unternehmen stehen unter Druck, die Kreditvergabe wird zunehmend erschwert. Die private Verschuldung der Haushalte stellt zwar aktuell noch keine Bedrohung für Südkoreas Wirtschaft dar, doch könnten steigende Zinsen laut Beobachtern zu einem ernsten Problem werden.

In absoluten Zahlen sind Amerikaner und Deutsche jedoch dennoch höher verschuldet als Südkoreaner. Die privaten Haushalte Südkoreas sind mit umgerechnet 630 Milliarden Euro verschuldet. Bei 50 Millionen Einwohnern entspricht das pro Kopf einer Verschuldung von 12’600 Euro. In den USA sind private Haushalte mit insgesamt 8,4 Billionen Euro verschuldet (11,3 Billionen Dollar), pro Person also mehr als 26’700 Euro. In Deutschland sind es insgesamt 1,5 Billionen Euro, pro Kopf ca. 18’300 Euro.

5 Kommentare

  1. Erhard hat ja auch den Überziehungskredit erfunden und der Aufschwung konnte weitergehen, heute sind es halt die Kreditkarten ,um Sachen zu kaufen, damit man Leute beeindrucken kann,die man eigentlich nicht leiden kann,läuft immer eine ganze Weile ,die gesellschaftlichen Strukturen sind dann zerstört,bezahlen können das dann die nächsten Generationen

  2. der Mensch ist halt so, beim Geld schaltet er seinen Verstand aus, bei zuviel Geld wird er wahnsinnig und beginnt Gott zu spielen und in die Natur ein zugreifen z.B. Atomspaltung,Fracking,mit der Konsequenz das in 100 bis 150 Jahren die Erde ein 2.Mond seien wird,echt traurig

  3. @Phönix – Danke für das tolle Stichwort ÜBERZIEHUNGSKREDIT, aber es war in den 60er Jahren der zweckgebundene sogenannte KLEINKREDIT mit dem das alles anfing, denn damit fing die VERSCHULDUNG an. Überziehungskredit (also die Aufhebung des reinen Guthabenkontos)folgte, dann EUROSCHECKS, dann KREDITKARTE (ATM Cards). Noch perfider aber war die Hypnose-Nummer, unbedarftem Volk die eigenen Einnahmen schön zu rechnen, und sie zum Hausbau zu animieren.

    Dazu gehört aber der Vorläufer dieser Erfindungen, nämlich, dass es nur noch MONATSGEHÄLTER gab (bargeldlos)wozu man sich gezwungenermaßen ein Bankkonto anschaffen musste. Mit dieser Nummer konnten erhebliche Teile der Bevölkerung nicht umgehen, mit der wöchentlichen baren Auszahlung (Wochenlohn)vorher schon. Somit war irgendwie permanent am Ende des Geldes immer noch so viel Monat über. Dummheit muss bestraft werden, in diesem Fall durch Strafzahlung (Zinsen)

    Wer mehr ausgibt als wie er einnimmt, der war schon immer -Bankers Darling-

    Und der guten Ordnung halber : Es stand auch damals schon JEDEM Bürger frei Aktien zu kaufen und Gewinn zu machen, oder am Bankschalter ECHTE Krügerrand zu kaufen, als Alternative zum (Alkohol)konsum.

    Erwähnenswert in diesem Zusammenhang noch die Personengruppe, die sich vor lauter Geldgier und auf Ansagen zu ungewöhnlich hohen Gewinnen hin in Immobilien einkauften, (Bauherren-Modelle)oder Warentermingeschäfte und der gleichen Dinge mehr.

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