Studie: Nicht Wallstreet, sondern China schuld an Krise


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Nicht gierige Wallstreet-Banker, gigantische Schulden, faule Hypotheken, ein aufgeblasener Aktienmarkt und eine hyperinflationäre Geldpolitik der Federal Reserve haben die USA und somit die gesamte Welt in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt, sondern chinesische Sparer. Zum diesem Ergebnis kommt eine Studie des Erasmus Research Institute of Management.

Laut einer Studie unschuldig an der Krise:
Die Wallstreet

Einer neuen Studie zufolge waren es nicht faule Subprime-Anleihen, CDOs, die maßlose Überschuldung der gesamten USA, die Explosion der Dollar-Geldmenge oder die Zockprodukte schäbiger Wallstreet-Gauner, die die Krise im Jahr 2008 verursachten, sondern China. Das Erasmus Research Institute of Management hat laut CNBC herausgefunden, dass die sparwütigen Chinesen verantwortlich seien für das viele billige Geld im Markt, was zum Platzen der US-Immobilienblase geführt habe.

Heleen Mees, Verfasserin der Studie und Professorin an der NYU Wagner Graduate School of Public Service, sagte, dass die exotischen Hypotheken-Produkte kaum die Ursache für das Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt sein könnten. Schließlich hätten diese riskanten Schuldtitel weniger als fünf Prozent der Gesamtzahl aller Hypotheken zwischen 2000 und 2006 ausgemacht.

Die lockere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve zu Beginn des Jahrzehnts habe um 2003 bis 2004 die persönlichen Ausgaben der US-Bürger angefeuert, gleichzeitig hätten die Chinesen begonnen wie wild zu sparen. Die Studie, die die Marktreaktionen in den USA, China und in Deutschland von 2006 bis 2009 gegenüberstellt, hat ergeben, dass die Chinesen mehr als 50 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts auf die hohe Kante gelegt und Geld aus dem Markt gezogen haben, während die Zinsen in den Keller rutschten. Dieses Geld sei hauptsächlich in festverzinsliche Anlagen geflossen und habe so ab 2004 Druck auf die weltweiten Zinsen ausgeübt.



Fazit: Nicht verantwortungsvoll sein und sparen, sondern mehr Geld ausgeben als man verdient und außerdem viele Schulden machen sollen die Bürger. Anderenfalls bricht die Weltwirtschaft zusammen.

Heleen Mees ist in New York als Beraterin und Lobbyistin in Angelegenheiten, die die Europäische Union betreffen, tätig und schreibt für internationale Zeitungen wie The International Herald Tribune, Le Monde, The Financial Times, The Japan Times oder Project Syndicate. Ab 2005 arbeitete sie für Kampagnen von US-Außenministerin Hillary Clinton.