Studie: Drohnen-Piloten leiden an Depressionen und Burnout


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Über ein Drittel aller Bediener ferngesteuerter Spionageflugzeuge sowie 30% aller Bediener bewaffneter Kampfdrohnen, mit denen Jagd auf Extremisten im Nahen Osten gemacht werden, sind „emotional erschöpft“, wie eine Studie der Air Force ergeben hat. Die Bediener aus Militärstützpunkten in Nevada und Kalifornien klagten über häufige Schichtwechsel, eine geisttötende Monotonie und eine ständig steigende Belastung.

„Es gibt einfach nicht genug Leute“, sagt Air Force Psychologe Wayne Chappelle, der ab 2010 laut der Zeitung USA Today eine sechsmonatige Studie durchgeführt hatte. „Man muss ununterbrochen in hohem Maße wachsam sein und visuelle und auditive Informationen verarbeiten.“ Dies sei aufgrund der ständigen Monotonie sehr belastend für die Bediener. Die US-Drohnen tragen Namen wie Predator, Reaper oder Global Hawk und werden dazu verwendet, fremde Länder – meist im Nahen Osten – zu bespitzeln und gegebenenfalls terroristische Gruppen mit oder auch ohne Hilfe von Bodentruppen zu attackieren. Immer wieder wird dabei die Lufthoheit anderer Länder verletzt, weshalb der Einsatz von Drohnen international auf Kritik stößt.

Etwa 25% der Bediener des Global Hawk Spionageflugzeugs und 17% der Predator- und Reaper-Piloten leiden der Studie zufolge unter Depressionen und Angstzuständen. 65 bis 70% der Personen mit Zeichen psychischer Erkrankungen nehmen allerdings keinerlei ärztliche Behandlung in Anspruch, wie der Forscher herausfand. Etwa ein Drittel der Drohnenpiloten und Koordinatoren arbeiten 50 bis 60 Stunden pro Woche oder mehr, wie die erfassten Daten aufzeigten. Jeder Dritte leide zudem an Burnout.

Generalleutnant Larry James, stellvertretender Stabschef des ISR (Informationsgewinnung, Überwachung und Aufklärung) der Air Force sagte, dass Bediener von bewaffneten Predator- und Reaperdrohnen ihre täglichen Kampfeinsätze von 10 bis 15 im Jahr 2007 auf heute 57 vervierfacht hätten. Diese Kampfdrohnen fliegen in einer Höhe von 20’000 Fuß (ca. 6 Kilometer) und sind mittels Hellfire-Raketen oder Bomben in der Lage Menschen gezielt zu töten.

Für die Studie wurden rund 900 Mitarbeiter der Air Force befragt. 17% davon waren Frauen und 60% verheiratet. Aufgrund der extrem hohen Burnout-Rate in diesen Bereichen hat die Air Force im November weiteres Personal eingestellt. Die meisten Dohneneinsätze werden von der Air Force gesteuert, jedoch auch von anderen Einrichtungen, beispielsweise dem US-Geheimdienst CIA.

3 Kommentare

  1. verheiratete leute bombardieren fremde länder,kinder aber auch.Wie passt das zusammen!Das sind auf deutsch leute ohne gewissen.Wieder einmal frohe geheuchelte weihnachten ,gute nacht marie.

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