Steht ein Bankrun in Griechenland bevor?


von

Steht ein Bankrun in Griechenland bevor? Aus Finanzkreisen wird den Griechen empfohlen, die Einlagen vor einem Ansturm auf die Banken abzuziehen. Aus der Politik bemüht man sich, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Im Dezember wurden 3 Milliarden Euro aus griechischen Banken abgezogen.

50 Euro-Scheingeld
Bild: Gegenfrage.com

Griechenlands Finanzminister Gikas Chardouvelis sagte in einer Erklärung, dass er die Möglichkeit eines Bankrun in seinem Land „nicht ganz ausschließen“ könne.

Auch Finanzinvestor Mike „Mish“ Shedlock betonte kürzlich in einer Kolumne, dass es in den letzten Monaten einen unglaublichen Kapitalabzug von griechischen Banken gegeben habe. Im November wurden 220 Millionen Euro von griechischen Banken abgezogen, im Dezember sogar rund 3 Millarden Euro. Insgesamt sind die Einlagen seit 2010 um 37 Prozent gesunken. Aus Finanzkreisen mehren sich die warnenden Stimmen und raten den Griechen dringend zu einem Abzug ihrer Einlagen, bevor es einen Ansturm auf Banken gibt. Allerdings mahnen Politiker die Öffentlichkeit dazu ruhig zu bleiben.

Die griechische Regierung hatte aufgrund des Staatsdefizites im April 2010 Anträge auf Staatshilfen von EU und IWF eingereicht. Harte Kürzungen und horrende Preissteigerungen haben zahllose griechische Familien in den Ruin gestürzt. Von den Rettungsmilliarden profitieren die griechischen Bürger und die griechische Wirtschaft kaum oder überhaupt nicht, sondern in erster Linie nationale und internationale Banken. Laut Attac Österreich flossen fast 80% aller Rettungspakete direkt in den Finanzsektor.

2 Kommentare

  1. Ich denke mal das gemeine Volk macht eh jeden Monat nen Bankenrun so wie ich. Welcher Normalo hat da Ende monat noch Geld drauf? Die nachen am Geldtag die Schalter zu und geben jedem 100 pro Tag. Was willste dagegen machen? Schwarzarbeit?

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.