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16.02.1951: Stalin nennt Vereinte Nationen „Waffe für Angriffskriege“


Geschichte

Am 16. Februar 1951 bezeichnete Stalin die Vereinten Nationen vor dem Hintergrund des Koreakriegs als „Waffe für Angriffskriege“. Die westlichen Staaten nannte er „Kriegstreiber“.

Stalin Vereinte Nationen
Stalin Vereinte Nationen, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1951 erklärte der sowjetische Generalsekretär Joseph Stalin, die Vereinten Nationen hätten sich zu einer „Waffe für Angriffskriege“ entwickelt. Er sagte weiter, dass ein Weltkrieg „derzeit nicht unvermeidlich“ sei und die „Kriegstreiber im Westen“ einen solchen Konflikt auslösen könnten.

Stalins Kommentare waren eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage der sowjetischen Zeitung Pravda. Es handelte sich dabei um eine der ersten öffentlichen Äußerungen über den fast einjährigen Krieg in Korea, in dem sich die Vereinigten Staaten, Südkorea und andere Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen gegen Nordkorea und das kommunistische China stellten.

Etwas mehr als zwei Wochen nach der Resolution der UN-Generalversammlung, in der China zum Aggressor verurteilt wurde, drehte Stalin den Spieß um und erklärte, dass die Vereinten Nationen ihr moralisches Prestige „begraben und sich selbst dem Zerfall übergeben“ könnten.

„Völker werden in Lügen verwickelt“

Er warnte die westlichen „Kriegstreiber“, dass ihre aggressive Haltung in Korea es „schafft, die Völker in Lügen zu verwickeln, sie zu täuschen und in einen neuen Weltkrieg zu ziehen“. Darüber hinaus sagte er selbstbewusst voraus, dass die chinesischen Streitkräfte in Korea siegen würden, da die westlichen Armeen demoralisiert seien.

Trotz der deutlichen Worte Stalins sorgte dies nicht für übermäßige Unruhe im Westen. Stalin äußerte sich nicht zum ersten Mal negativ über die „Aggression“ des Westens. Washington tröstete sich mit der Behauptung des Generalsekretärs, ein Weltkrieg sei „derzeit nicht unvermeidlich“.

Stalins verbale Angriffe auf die Vereinten Nationen wertete man eher als verschleierten Aufruf zu neuen Verhandlungen und als weitere Beweis dafür, dass der „Krieg der Wörter“ im Kalten Krieg fast so bedeutend war wie die heißen Kriege.

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