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20.02.1811: Österreich erklärt den Staatsbankrott


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An diesem Tag im Jahr 1811 erklärte Österreich unter der Regierung von Kaiser Franz I. den Staatsbankrott. Dem vorausgegangen war eine starke Ausweitung der Papiergeldmenge.

1811, Staatsbankrott im Kaisertum Österreich
1811, Staatsbankrott im Kaisertum Österreich, Bild: gemeinfrei

Nachdem die Regierung Österreichs die Staatsverschuldung durch neu herausgegebenes Papiergeld dramatisch erhöht hatte, erklärte das Kaisertum am 20. Februar 1811 den Staatsbankrott. Dem vorausgegangen war die Niederlage im Fünften Koalitionskrieg.

Napoleon und die Französische Revolution ließen Europa im Chaos versinken. Hohe Reparationszahlungen an Frankreich trieben die österreichischen Schulden massiv in die Höhe. Die Reparationszahlungen verschlangen fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung, sodass Kaiser Franz I. massiv Geld drucken ließ.

Zwischen 1795 und 1810 erhöhte sich die Geldmenge von 35 Millionen (einige Quellen schreiben auch: 95 Millionen) auf über eine Milliarde Gulden. Kaiser Franz I. versuchte das Gelddrucken zu verheimlichen und gründete im Jahr 1804 die k.u.k. Hof- und Staatsdruckerei.

Bereits im Jahr 1762 war das Papiergeldsystem eingeführt worden, um den Siebenjährigen Krieg zu finanzieren. Das ungedeckte Geld verlor rasch an Wert, sodass im Jahr 1797 die Preise festgeschrieben wurden.

„Ein Bankrott ist eine Steuer wie jede andere“

Am 20. Februar 1811, als Österreich den Staatsbankrott erklärte, wurden die umlaufenden Banknoten und Kupfermünzen um 80 Prozent abgewertet. Kaiser Franz I. sagte diesbezüglich: „Was soll’s, ein Bankrott ist eine Steuer wie jede andere.“ Allerdings beteuerte er gegenüber seinem Volk, die Geldmenge nie wieder zu erhöhen.

Im Jahr 1812 begann jedoch der Sechste Koalitionskrieg. Die Regierung ließ ein neues Papiergeld ausgeben, sogenannte Antizipationsscheine. Die Schulden Österreichs stiegen wieder rasant an. Am 01. Juni 1816 erklärte das Land erneut den Staatsbankrott und auch das neue Papiergeld verlor bis 1820 insgesamt 60 Prozent seines Wertes.

Quellenangaben anzeigen
Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, elexikon, ueber55, linkedin


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4 Kommentare

  1. „Ein Bankrott ist eine Steuer wie jede andere“

    Zunächst einmal ist ein Bankrott eine positive Sache für den Schuldner. Bei Staaten wie Österreich, welche sich immer noch nicht entschließen konnten dem Bund Deutscher Länder
    beizutreten, waren Schuldner und Gläubiger eins.
    Insofern überwiegt immer der positive Effekt, denn eine Vermeidung des Schlußpunktes Bankrott (oder auch Währungsreform) verschlimmert den Geldüberhang und irgendwann folgt die Erlösung dann doch.

    In der aktuellen Krise von Venezuela mit seiner aktuellen jährlichen Inflationsrate von 250.000 % fehlt dieser Schlußpunkt aus politischen Gründen. Deshalb eskaliert das weiter. Der IWF rechnet für Ende 2019 sogar mit 10 Millionen Prozent. Es ist klar, dass kein vernünftiger Bäcker dann noch Brot backen wird. Denn: 10 Millionen dividiert durch 365 Tage ergibt wie viel Preissteigerung pro Tag?
    Deshalb wird kaum ein Bäcker, Morgens Brot backen und Mittags verkaufen.
    Deshalb musste die Reichsregierung 1927 ebenfalls die Notbremse ziehen, d.h. via Währungsreform (Einführung der Deutschen Rentenmark) diese Situation entschärfen.

    Genauso läuft es immer ab, weil es nicht anders ablaufen wird. 2014 hatte ich die Hoffnung, dass die EZB und die FED nichts tun und der Krise ihren Lauf lassen.
    Obwohl das mir persönlich nicht gefallen hätte, zum Verkauf meiner Firma war es noch zu früh.
    Das ist nicht geschehen; jeder weiß dass das Heilmittel bei zu viel Geld im Erzeugen von noch mehr Geld liegt.
    Das funktioniert hervorragend, genauso gut wie in Venezuela. Denn da begann die Inflation ebenso leise und unmerklich. Obwohl- vergleichen kann man das nicht.
    Immer wenn noch ein Krieg dazu kommt, beschleunigt sich diese Fahrt. Und dazu sieht es weltweit sehr stark danach aus.
    Kurzer Schwenk zum Weltklima: ich kann mich nicht erinnern, dass die Partei der Grünen und Grüninnen die Nato davor gewarnt haben keine Kriegsschiffe ins Mittelmeer oder das Schwarze Meer oder das Südchinesische Meer zu entsenden. Denn keines dieser Schiffe hat die Abgasnorm EU6. Aber das blieb aus und genau das bestätigt unsere gesunde Skepsis gegenüber den „Klimarettern“.

  2. Peter Sloterdijk sagte „Die Feuerwehr ist garnicht dumm, sie löscht jetzt mit Petrolium“.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  3. Muss ich Dir recht geben, Kuno. Diese Erkenntnis aber führt zum Nihilismus, zum Sch.drauf.

    Ich beobachte das rund um mich herum. Die Leute, die glasklar analysieren und dann mit Kritik aufwarten, werden weniger. Ich erinnere mich noch an die letzte Aussage meines Vaters, als er sich anlässlich seiner Pensionierung von den Kollegen im Betrieb verabschiedete. Er sagte damals, -dass er sehr wohl sähe, wie sich diese Spirale gerade in den verantwortlichen Bereichen immer mehr zudreht. Er selbst ist froh, dass er diese Situation hinter sich lassen kann, aber er beneidet keinen von denen , die sich auch zukünftig damit auseinandersetzen müssen.

    Oft hab ich mir gedacht, wird das auch auf meinen Lebensweg einmal zutreffen? Nicht umsonst habe ich mir da so meine Gedanken gemacht und diese veröffentlicht. Auch in der gegenfrage hab ich das publiziert:

    https://www.gegenfrage.com/wir-haben-versagt/

    Was wir täglich an Lügen vorgesetzt bekommen, womit wir täglich konfrontiert werden, – wer hält das ein Leben lang aus? Wie lange hält ein Enthusiasmus vor, der alles andere als unwichtig erscheinen lässt? Wann kommt die Einsicht, dass man doch nichts ändern kann und am besten den Kopf in den Sand steckt, wenn man persönlich noch sowas wie Lebenswert umsetzen will?

    Wenn einer angesichts der täglichen Erfahrungen das Handtuch wirft, was ist das dann? Klein beigeben, aufgeben, Fahnenflucht, oder nur einfach die Erkenntnis, dass man den letzten paar Jahren seines Lebens noch was abgewinnen will?

    Ich möchte da über niemanden urteilen.

    Noch habe ich meine Überzeugungen, und die Kraft, diese in die Welt hinauszuschreien. Noch bin ich davon überzeugt, dass auch das Meer nur aus Tropfen besteht (= chinesisches Sprichwort) und ich für unser Volk verpflichtet bin, Dinge, die ich verifiziert habe und von denen ich überzeugt bin, anderen zugänglich zu machen.

    Noch bin ich auf dieser Linie, noch schreie ich meine Warnungen und Überzeugungen ins Internet hinaus. Noch bin ich nicht einmal 70. Wie es aber weitergehen wird, – ich weiß es nicht, ehrlich gesagt

  4. Hallo Helmut-1

    ich bin schon der Ansicht, dass, solange es demokratische Wahlen gibt, Möglichkeiten zu Veränderungen gegeben sind.
    Wenn z.B. bei uns im Herbst 1988 jemand öffentlich gesagt hätte, dass in zwei Jahren die Wiedervereinigung gesetzlich unter Dach- und Fach sein wird, der wäre öffentlich von 99% der Journalisten niedergemacht worden!
    Das hatte nur indirekt mit Wahlen zu tun. Indirekt deshalb, weil der Sturz des DDR Regimes nicht gerade unmaßgeblich von der Kohl Regierung mit gestaltet und gefördert wurde.
    Die Demonstranten wussten immer ganz genau: da ist jemand im Westen, auf den kann ich zählen.
    Wer weiß wie das ausgegangen wäre, wenn Oskar Lafontaine Kanzler gewesen wäre. Helmut Kohl war aber trotzdem ein politisches Leichtgewicht, weil er geblendet von der französischen Zusage zur Wiedervereinigung die Beerdigung der DM zusagte. Ob das Franz Josef Strauß auch so gehandhabt hätte, werden wir wohl nie erfahren.
    Die USA waren immer für den Beitritt der DDR zum von ihnen beherrschten BRD Staat. Weil die nach einem Blick auf die Landkarte gesehen haben, dass das „neue“ Deutschland auch kaum größer wäre. Die Franzosen und Briten mit ihrem kleinstaatlichen Denken sahen das anders, konnten aber überzeugt werden.
    Das wichtigste Pfund, mit dem Deutschland hat immer wuchern können, war die stets aufwertende Deutsche Mark.
    Genau diese sollte als Preis der Wiedervereinigung, die schwerlich hätte verhindert werden können, „freiwillig“ aufgegeben werden. Den Salat haben wir jetzt!
    Und an dieser Suppe, die uns die Franzosen eingebrockt haben, werden wir noch lange zu löffeln haben.
    Unsere Sparguthaben wurden durch die Informelle Mitarbeiterin der Stasi „Erika“ bereits zugunsten der noch höher verschuldeten EU Länder verpfändet.
    Früher hätte man gesagt: verschachert.

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