Somalia: Franzosen töten 59 al-Shabab-Kämpfer


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Auf der Insel Kudhaa in Somalia sind mindestens 59 Menschen bei Angriffen durch französische Militäreinheiten getötet worden. Dutzende weitere wurden Berichten zufolge verletzt. Die Insel befindet sich nahe der Grenze zu Kenia.

Französische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe haben Stützpunkte der somalischen al-Shabab-Gruppe bombardiert, die sich offenbar in den durch eine schwere Hungersnot betroffenen Gebieten befinden, wie der Nachrichtensender PressTV am Montag meldete. Der somalische Offizier Hashi Mohamed hatte bestätigt, dass die militärische Operation durch die französische Armee in Zusammenarbeit mit kenianischen Truppen gegen die al-Shabab durchgeführt wurde. „59 somalische Kämpfer wurden getötet und etwa 100 weitere verletzt“, sagte Mohamed.

Gestern sagte der kenianische Armeesprecher Major Emmanuel Chirchir, dass die französische Marine bereits am Samstag die Stadt Kuday der Nähe der südlichen al-Shabab-Hochburg Kismayo bombardiert hatte. Inzwischen sind kenianische Truppen etwa 100 Kilometer in südliche Gebieten Somalias eingedrungen und haben bereits strategisch wichtige Städte wie Qooqani und Afmadow eingenommen, die unter Kontrolle der al-Shabab gestanden hatten.

Das Hauptziel der französisch-kenianischen Operation in Somalia ist laut Medienberichten, die Kämpfer aus der Hafenstadt Kismayo, dem wirtschaftlichen Hauptsitz der al-Shabab zu vertreiben. Die kenianische militärische Intervention folgte nach einem Vorwurf der Regierung in Nairobi, dass die al-Shabab vier Frauen aus Europa, darunter auch zwei spanische Mitarbeiterinnen aus Hilfsorganisationen, in den vergangenen Wochen auf kenianischem Gebiet entführt hätten. Somalia hat seit 1991 keine Regierung mehr, als mehrere Warlords den ehemaligen Diktator Mohamed Siad Barre gestürzt hatten.

httpv://www.youtube.com/watch?v=jkpXtA8Tpww

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