Sechs größte US-Banken halten 278 Billionen Dollar Derivate


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Die gehaltenen Derivate der größten US-Banken übersteigen die tatsächlichen Vermögenswerte der Institute um das 28-fache. „Absoluter Wahnsinn“, schreibt ein US-Blog. Es handele sich dabei um eine kolossale Blase, welche jederzeit platzen könnte.

Bank of America Bail Out, Foto: Deesillustration.com
Bank of America Bail Out, Foto: Deesillustration.com

Die sechs größten US-Banken halten insgesamt 278 Billionen Dollar an Derivaten. Der Economic Collapse Blog bezeichnet dies als „Zeitbombe“, eine „kolossale Blase“, die jeden Moment platzen und damit den schlimmsten Wirtschaftskollaps der Geschichte der Vereinigten Staaten verursachen könnte. Aus der Politik hört man seit Ausbruch der Krise im Jahr 2007 immer wieder die Worte „too big to fail“ und dass die damit gemeinten Großbanken zerschlagen werden müssen.

Doch genau das Gegenteil ist eingetreten: Die Bilanzen der größten Banken wuchsen immer weiter, gemeint sind JPMorgan Chase, Citibank, Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley und Wells Fargo. Jene Banken halten insgesamt 278 Billionen Dollar an Derivaten, dem gegenüber stehen Vermögenswerte im Wert von 9,8 Billionen Dollar. Somit übersteigen die Derivate die tatsächlichen Bilanzsummen um das 28-fache. „Absoluter Wahnsinn“, so der Economic Collapse-Blog dazu weiter.

Die Zahlen im Überblick (Quelle: OCC, US-Finanzministerium PDF) JPMorgan Chase Bilanzsumme: 2,6 Billionen US-Dollar, Derivate: 63 Billionen US-Dollar; Citibank Bilanzsumme: 1,8 Billionen US-Dollar, Derivate: 59 Billionen US-Dollar; Goldman Sachs Bilanzsumme: 0,85 Billionen US-Dollar, Derivate: 57 Billionen US-Dollar; Bank Of America Bilanzsumme: 2,1 Billionen US-Dollar, Derivate: 54 Billionen US-Dollar; Morgan Stanley Bilanzsumme: 0,8 Billionen US-Dollar, Derivate: 38,5 Billionen US-Dollar; Wells Fargo Bilanzsumme: 1,7 Billionen US-Dollar, Derivate: 5,3 Billionen US-Dollar.

Ein Derivat hat tatsächlich keinen inneren Wert, es handelt sich dabei eher um eine Nebenwette im Wallstreet-Casino auf Wertpapiere, Währungen oder oftmals sogar einfach nur auf andere Derivate.

3 Kommentare

  1. Die Rede ist von sechs Banken: JPMorgan Chase, Citibank, Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley und Wells Fargo.
    Die genannten Banken könnten nie so erfolgreich wetten, wenn sie nicht immer einen Wissensvorsprung seitens der Geheimdienste hätten (Insiderwissen) und die manipulativ erpresserischen Vorgehensweisen der USrael-Regierung im Rücken wissen könnten. Und die Regierungsleute der USA und EU verdienen dabei tüchtig mit. Sie sind gekauft. Das Ganze ist ein Verbrechersyndikat, das die globale Weltwirtschaft in den Abgrund befördert. Diesmal wird es aber auch die USrael-Oberclique samt ihren EU-Vasallen-Speichelleckern böse erwischen.

    Um das vorherzusehen, muss man keine prophetischen Talente haben. Im Übrigen ist die Derivate-Bombe schon lange bekannt und global noch viel gravierender als geschildert. Die Lage spitzt sich einfach zu. Die Politiker und Konzernobersten unternahmen nichts dagegen, dafür liessen sie sich fürstlich honorieren.

  2. Das ist nur die Hälfte der Wahrheit, Elisa, eigentlich nur der plakative, d.h. verkürzte Teil.
    Die wichtigste Wahrheit ist die: ohne Genehmigung durch die Regierung könnten die Banken diese Wetten nicht abschliessen. Nach 1929 bis etwa Anfang der achtziger Jahre waren diese hochspekulativen Finanzkonstruktionen auch verboten.
    Aus gutem Grund. Es war dann in Deutschland die Regierung Schröder, die auf Geheiß der US Regierung die auch in Deutschland verbotenen Konstrukte wieder zuliess. Heute schreien die gleichen Leute: Hängt die Bankster! Das ist Unsinn hoch drei. Die Banken befolgen lediglich die Regeln. So wie im Straßenverkehr.
    Weil das Rasen auf der Autobahn nicht verboten ist, wird eben gerast.

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