Saudische Presse macht US-Regierung für 9/11 verantwortlich


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Nachdem der US-Senat den Angehörigen von Opfern des 11. September 2001 die Möglichkeit geben möchte, Saudi-Arabien zu verklagen, schlägt Saudi-Arabiens Presse zurück. „Drahtzieher“ und „treibende Kraft“ hinter den Ereignissen sei die US-Regierung gewesen und die „Gauner im Weißen Haus“ hätten damit gleich mehrere Siege erzielt.

saudi-arabien 9/11
Obama meets King Abdullah July 2014“ by US Embassy Riyadhfacebook. Licensed under Public Domain via Commons.

Der US-Senat möchte Angehörigen der 9/11-Opfer ermöglichen, Saudi-Arabien zu verklagen, für den Fall dass dem Land eine Verbindung zu den Ereignissen nachgewiesen werden kann. Die große arabischsprachige Tageszeitung al-Hayat mit Sitz in Riad und London und einer Auflage von 170.000 gedruckten Exemplaren (etwa so viel wie Die Welt, lt. Wikipedia), veröffentlichte nun einen Artikel, in dem die US-Regierung als „Drahtzieher“ und „treibende Kraft“ der Ereignisse beschuldigt wird. Man habe auf diese Weise einen „nebulösen Feind“ geschaffen, um den weltweiten Krieg gegen Terror beginnen zu können.

„Am 11. September erzielten die USA mehrere Siege gleichzeitig, was sich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal die Gauner im Weißen Haus vorstellen konnten. Einige von ihnen können wie folgt aufgezählt werden: 1. Die USA schufen in der öffentlichen Meinung einen obskuren Feind, den Terrorismus, der für sämtliche Fehler der amerikanischen Präsidenten verantwortlich gemacht wurde und als Motivation für jede schmutzige Operation diente, die amerikanische Politiker und Militärs durchführen wollten.“

„Der Terrorismus wurde den Muslimen angelastet, speziell Saudi-Arabien. 2. Durch den 11. September begannen die USA ein neues Zeitalter der globalen Bewaffnung. Jeder wollte allerlei Arten von Waffen erwerben, um sich verteidigen und zugleich die Schlacht gegen den obskuren Feind, den Terrorismus, führen zu können … und 3. Die USA gaben dem amerikanischen Volk zwei schlechte Optionen: Entweder friedlich zu leben bei gleichzeitiger Todesgefahr durch den Terror, oder aber sie sollten in Sicherheit hungern, weil das ganze Geld für das Militär ausgegeben wird, um sie sogar noch auf dem Mars zu verteidigen.“



Die Natur der USA sei es, dass sie nicht ohne einen Feind existieren können. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe man den Kalten Krieg und den Feldzug gegen den Kommunismus begonnen, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe man die Muslime als neuen Feind ausgesucht. „Die USA sahen eine Notwendigkeit, einen neuen Feind zu schaffen, was genau geplant, organisiert und durchgeführt wurde. Und dies wird niemals enden, bis die USA ihre Ziele, die sie sich gesetzt haben, erreichen werden.“

Quelle: MEMRI (engl. Übersetzung des arabischsprachigen al-Hayat Artikels), Activist Post, Breitbart

4 Kommentare

  1. Endlich! Endlich wird etwas mehr Wahrheit veröffentlicht. Der Fall der Mauer am 09.11.1989 vernichtete die Feindbilder in Europa. Das friedliche Zusammenleben der Völker in Europa war jedoch seitens der transatlantischen Siegermacht nur solange erwünscht, bis die Macht und die Staatsvermögen abgezockt worden waren. Und weil die Feindbilder fehlten wurden neue aufgebaut: Sprengung des WTC7 und „Terroranschläge“ 9/11/2001. Alles Terror mit Insider-Jobs!? Folge: Nachrichtenfälschungen, Vorbereitung von Angriffskriegen an dem Deutschland beteiligt sein soll; Hochverrat und Friedensverrat. Der „Störfaktor“ war der Frieden in Europa durch die deutsche Wiedervereinigung.

  2. Ich war, bin und werde nie ein Freund der Saudis sein. eher im Gegenteil! Aber die Darstellung ist aus meiner Sicht ein Teil der Wahrheit. Ein großer teil davon! Ich denke, dass beide ihre Finger im Spiel haben. Aber das die USA ohne Feindbild nicht existieren kann zeigt uns die Geschichte und die Gegenwart.

  3. Die Saudis spielen zusammen mit den USA ein böses hinterhältiges Dreckspiel im Nahen Osten, wo jeder der beiden seine eigenen, von Zerstörung und ununterbrochenem Morden begleitete Ziele verfolgt. Jetzt, wo die USA das 9/11-Terror-Ereignis den Saudis als alleinige Verantwortliche in die Schuhe schieben will, packt die andere Seite aus. So erfährt die Welt durch die beiden angeblich Verbündeten nun Stück für Stück die Wahrheit. Da waschen zwei Schuldige ihre dreckige Wäsche und haben dabei unendlich viel zu tun.

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