Saudi-Arabien steigt auf Atomenergie um


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Saudi-Arabien wird seine Dieselkraftwerke in den kommenden zehn Jahren durch Solar-, Wind- und  Atomkraftwerke ersetzen. Der Grund dafür ist angeblich eine höhere Rentabilität. Dafür sind umfassende Restrukturierungen notwendig.

Ta’if, Saudi Arabia locator map“.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Während die Islamische Republik Iran auf Grund des friedlichen Atomprogramms wirtschaftlich sanktioniert, von den Medien als „Achse des Bösen“ bezeichnet und permanent militärisch bedroht wird, wird die weitaus weniger liberale aber US-hörige Wüstendiktatur Saudi-Arabien ihre Dieselkraftwerke in den nächsten zehn Jahren durch Kernkraftwerke und erneuerbare Energien ersetzen.

„Das Königreich wird auf Kernenergie und erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie umsteigen, da globale Studien deren Rentabilität bestätigt haben. Dies soll in den nächsten zehn Jahren erreicht werden“, sagte Abdullah Al-Shahri, Gouverneur der Electricity and Co-Generation Regulatory Authority (ECRA). Al-Shahri appellierte an die Stromverbraucher, nur noch hochwertige elektrische Geräte einzusetzen und den Stromverbrauch um die Hälfte zu senken. Die Umsetzung des Projekts solle im kommenden Jahr beginnen, fügte er hinzu. Die Saudi Arabian Standards Organization und die Zollverwaltung arbeiten angeblich bereits an den erforderlichen Spezifikationen. Zudem würden bestehende Hochspannungsleitungen ersetzt und neue installiert, um auch weit auseinander liegende Städte von der Hauptstadt Riad ausgehend versorgen zu können.

80 Prozent der stromerzeugenden Unternehmen Saudi-Arabiens unterstehen der Saudi Electricity Company (SEC). Experten arbeiten an zahlreichen Studien für eine umfassende Restrukturierung der SEC, einer eventuellen Liberalisierung und dem Übergang zu einem wettbewerbsfähigen Strommarkt. Der Strombedarf Saudi-Arabiens wird nach aktuellen Schätzungen bis im Jahr 2030 insgesamt 120’000 MW betragen.