Sanktionen: Spanische Bauern verbrennen EU-Flaggen


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Spanische Bauern haben gegen die Sanktionen gegenüber Russland durch die Europäische Union protestiert. Sie stapelten Nektarinen und Pfirsiche vor dem Gebäude der Stadtregierung Lleidas, stellten EU-Flaggen darauf auf und setzten alles in Brand.

Ukraine, EU, Russland Bild: Latuff 2014
Der Streit um die Ukraine trifft
europäische Bauern, Bild: Latuff 2014

Vertreter der spanischen Landwirtschaftsorganisation Joves Agricultors I Ramaders de Catalunya (Junge Landwirte und Viehzüchter aus Katalonien, JARC) haben gegen die Brüsseler Sanktionspolitik gegenüber Russland protestiert und mehrere Flaggen der Europäischen Union verbrannt.

Nach Angaben der Zeitung El Pais stapelten die Demonstranten Nektarinen und Pfirsiche vor dem Gebäude der Stadtregierung Lleidas in Katalonien, stellten EU-Flaggen darauf und setzten sie in Brand. David Borda, Gewerkschafter der JARC sagte gegenüber Russia Today: „Wir werden nicht mehr akzeptieren, dass diese Leute [die EU] uns sagen was zu tun ist, diese Leute die noch nie einen Fuß auf ein Obstfeld gesetzt haben. Ausnahmsweise müssen sie auf die Produzenten hören, nicht auf die Verbraucher.“

Am 6. August 2014 hatte Russlands Präsident Wladimir Putin ein Gesetz über wirtschaftliche Maßnahmen unterzeichnet. Das Dekret trat am darauffolgenden Tag in Kraft, seither ist die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Lebensmittel aus EU-Ländern verboten, welche Sanktionen gegen Russland im Zuge der ukrainischen Krise auferlegt hatten. Besonders betroffen sind südliche EU-Staaten, welche viel Obst und Gemüse exportieren.

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