US-Sanktionen gegen Iran: Russland und China besorgt


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Russland und China äußern ihre Besorgnis aufgrund der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Israel hingegen begrüßt die neuen US-Sanktionen gegen die Islamische Republik und fordert „verantwortungsbewusste“ Staaten wie Großbritannien dazu auf, Trumps Beispiel zu folgen.

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Sanktionen, Flaggen USA + Iran, gemeinfrei, Adler, Bild: Gegenfrage.com

Moskau ist besorgt über die Eskalation der Spannungen zwischen Washington und Teheran. Aus diesem Grund werde man „alles in der Macht stehende“ tun, um die Beziehungen zu verbessern. Dies sagte Levan Dzhagaryan, russischer Botschafter im Iran. „Natürlich sind wir besorgt über die Eskalation der Rhetorik zwischen den USA und dem Iran.

Ich denke, dass Russland alles in seiner Macht stehende tun wird, um die Spannungen zu reduzieren. Was die Vermittlungsbemühungen des Iran angeht, so sollte diese Frage an unsere iranischen Partner gerichtet sein. Solche Anträge haben wir noch nicht erhalten „, so der Botschafter.

Derzeit befindet sich das Raketenprogramm Irans im Fokus. Ende Januar hatte Teheran eine Mittelstreckenrakete getestet. Daraufhin hatten die USA 13 Personen und 12 Einrichtungen oder Unternehmen sanktioniert.



China „konsequent gegen einseitige Sanktionen“

China spricht sich gegen die neue Sanktionsliste aus. Lu Kang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, sagte am Montag, dass Peking mit Washington „Gespräche geführt habe“, nachdem Trump am Freitag die Sanktionen verhängt hatte. „Wir sprechen uns konsequent gegen einseitige Sanktionen aus“, sagte Lu während einer Pressekonferenz in Peking.

China pflegt enge wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen zu Teheran. Lu sagte, derartige Sanktionen, insbesondere wenn sie die Interessen eines Dritten schaden, seien „nicht hilfreich“ bei der Förderung des gegenseitigen Vertrauens. In Peking sei man „ernsthaft besorgt“.

Israel fordert internationale Maßnehmen gegen „Aggression des Iran“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen begrüßt die Sanktionen. Während eines Treffens mit der britischen Premierministerin Theresa May sagte er gegenüber Reportern, der Iran wolle Israel „vernichten“ und bedrohe und provoziere die ganze Welt.

Darum müssten verantwortungsbewusste Länder wie Großbritannien dem Beispiel Trumps folgen. „Ich möchte mich mit Ihnen darüber austauschen, wie wir dafür sorgen können, dass die Aggression des Iran nicht unbeantwortet bleibt“, fuhr er fort.

Im Vorfeld des Besuchs in London hatte Netanyahu betont, er wolle die Beziehungen mit Großbritannien angesichts der „außergewöhnlichen Aggression“ Irans „verschärfen“.

Quellenangaben anzeigen
tasnim, reuters, dailymail

3 Kommentare

  1. Nun- wenn der Iran kein Öl mehr für Dollars verkaufen will, werden ihm wohl bald der Besitz von Massenvernichtungswaffen unterstellt und die Abschlachtung des eigenen Volkes.
    Vielleicht auch ein getürkter Angriff zur See, oder, oder…
    Hier wird das nächste Kriegsverbrechen stattfinden, und ratet mal, wer dazu aufrufen wird.

    Viele grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Glaube ich nicht, Helmut Josef.
    Hinter Iran steht Russland und China und noch eine Menge kleinerer Staaten. Ich traue den Mullahs zwar auch nicht ganz über den Berg,
    aber besser wie die Saudis und Türken sind die allemal.
    Donald bellt nur, aber er wird nicht beissen.

  3. Nachtrag: er bezeichnet den Iran zwar als „Terrorstaat Nr. 1“, aber den Obama Vertrag kündigt er voraussichtlich nicht auf.
    Es kann schon sein, dass dieser Vertrag sehr schlecht gemacht wurde. Das kann ich aber weniger gut beurteilen wie Donald.

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