Russlands Nahrungsmittelpreise um bis zu 150% gestiegen


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Laut einer landesweiten Kontrolle sind die Lebensmittelpreise in Russland in diesem Jahr bereits um 10 bis 150 Prozent gestiegen. Möglicherweise wird die Regierung schon bald Preiskontrollen auf „gesellschaftlich bedeutsame“ Produkte wie Kartoffeln oder Milch verhängen.

Russland, Medwedew und Putin
Bild: Medvedev2008.ru, Dmitry Medvedev

Russlands Generalstaatsanwaltschaft hat eine Reihe landesweiter Kontrollen von Lebensmittelpreisen in großen Supermärkten durchgeführt. In diesem Jahr erhöhten sich die Preise wichtiger Grundnahrungsmittel bereits zwischen 10 und 150 Prozent, wie die Moscow Times meldet.

In dem untersuchten Warenkorb befanden sich alltägliche Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch oder Kartoffeln. Durch die westlichen Sanktionen ist der Rubel in den vergangenen Monaten abgestürzt, jedoch müsse auch die Preispolitik der Einzelhändler hinterfragt werden, sagte Amtssprecherin Marina Gridneva gegenüber Journalisten. Einige Preisaufschläge seien trotz der erschwerten Bedingungen ungerechtfertigt. Untersucht wurden unter anderem die Einzelhandelsketten Auchan, Lenta, X5 und Dixy, vergleichbar mit deutschen Edeka- oder Real-Supermärkten.

Die Teuerungsrate bei Lebensmitteln betrug durch die scharfe Abwertung des Rubels im vergangenen Jahr 15 Prozent, was noch durch ein Importverbot auf EU-Lebensmittel beschleunigt wurde. Laut russischem Recht darf die Regierung Preiskontrollen verhängen, für den Fall dass „gesellschaftlich bedeutsame“ Produkte über einen Zeitraum von 30 Tagen um mehr als 30 Prozent steigen.

3 Kommentare

  1. Die zukunft sieht ziemlich düster aus irgendwann wird Russland heftig zurückschlagen doch wie wir alle wissen ist das Hauptbroblem die USA.

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