Russlands Firmen suchen neue Partner in China


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Die USA und die EU sanktionieren Russlands Unternehmen, diese suchen sich neue Geschäftsbereiche im Fernen Osten. US-Banken ziehen Milliarden aus Russland ab. Derweil finden in der Ukraine Menschenjagden statt, Beobachter sehen das Land am Rande eines Bürgerkrieges.

Sberbank, Autor: Фальшивомонетчик  Lizenz: CC BY-SA 3.0
Sberbank, Autor: Фальшивомонетчик
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Russische Unternehmen ziehen sich infolge der Krise in der Ukraine und der Sanktionen durch die USA aus westlichen Märkten zurück und suchen in China und auch in Singapur nach neuen Möglichkeiten, wie die Moscow Times berichtet. Etwa die staatliche Sberbank, die Ölfirma Rosneft oder auch Gazprom treffen sich in diesen Tagen mit asiatischen Investoren zu Verhandlungen.

Das Energieunternehmen Gazprom hat einen entscheidenden Gasversorgungsvertrag mit China in Aussicht und soll das Land künftig mit 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr beliefern, was etwa einem Viertel der Exporte des Unternehmens nach Europa entspricht. Russlands Präsident Wladimir Putin hat Unternehmen aufgefordert, ihr Engagement in Asien zu verstärken. Asiatische Investoren tun sich bislang jedoch aufgrund der Sanktionen schwer.

US-Banken ziehen derweil Milliarden Dollars aus Russland ab. Im Laufe des ersten Quartals zog die Citigroup 9 Prozent ab und reduzierte ihre Investitionen auf auf 9,4 Milliarden Dollar. JPMorgan verringerte die Investitionen um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar, die Bank of America Merrill Lynch um 22 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar.

Nach einem von den USA, EU und NATO unterstützten Putsch der Regierung ist das Chaos in der Ukraine ausgebrochen, viele Menschen starben. Zahlreiche Beobachter sehen das Land nun am Rande eines Bürgerkriegs, zudem wird befürchtet, dass die schweren finanziellen und militärischen Provokationen gegenüber Russland einen bewaffneten Konflikt auslösen könnten.

In Odessa in der Ukraine starben am Freitag mehr als 40 Menschen bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Demonstranten, 200 wurden verletzt und 172 festgenommen. Menschen wurden in ein Gebäude gesperrt und dieses anschließend mit Brandsätzen beworfen, wie russische Medien melden. Russlands Regierung zeigt sich empört, Blogger und freie Journalisten bezeichnen die Ereignisse als „Pogrom“ oder geben Washington dafür die direkte Verantwortung.

Deutsche Medien wie etwa die Online-Ausgabe des Spiegel stellen die Vorfälle etwas anders dar. So sollen die verfolgten Opfer in das Gebäude geflüchtet sein und anschließend „Brandbomben und Steine“ aus den Fenstern geworfen haben, worauf die Gewalt eskalierte und das Gebäude Feuer fing. Grund für den Zusammenstoß soll der Anschluss der Krim an Russland im März gewesen sein, so das Massenblatt. Ukrainische Medien meldeten, „Patrioten“ hätten die „Separatisten zurückgeschlagen“ und „ausgeräuchert“.

7 Kommentare

  1. Ist ja nicht direkt zum Thema passend, aber vieleicht im Konsens gesehen doch noch bemerkenswert:
    Russische Armeeuniformen für Inszenierung von Angriff nach Donezk gebracht.
    http://de.ria.ru/politics/20140506/268433045.html

    Den Nazis fallen keine neuen Betrügereien mehr ein, deshalb holen sie den alten Trick „Der Sender von Gleiwitz“ aus der Mottenkiste 🙁

    Die Provokationen seien für den 8. und 9. Mai geplant. – Ausgerechnet an dem Gedenktag als einst das Nazireich zu Ende ging.

  2. Der Begriff „kalter Krieg“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
    Die Amis zündeln, die Russen schalten ab und wir erfrieren im Winter. Die Finanzhaye können die Ukraine nicht von der Leine lassen, weil sie diese ja schon filetiert haben. Chevron und Monsanto haben die dicken Verträge, der IWF Gas und Öl als Sicherheit für Papiergeldkredite.
    Das wird einen sehr bösartigen Krieg auslösen, bloß gut ich wohne nicht in Rammstein.

  3. @ 60 +
    Ich danke dir für die Einstellung des link.

    Ich habe das mal als Aufmacher in einem Leserbrief an mein reaktionäres örtliches Käseblatt geschickt.

    Ach, auch danke für deine „wasser“ Antwort.

    mfg

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