Russland und Iran gemeinsam gegen Afghanistans Drogen


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Russland und Iran werden ab 2015 gemeinsam gegen den Drogenschmuggel aus Afghanistan vorgehen, dafür Personal ausbilden und Geheimdienstinformationen austauschen. Seit der Eroberung Afghanistans durch die USA hat sich die dortige Heroinproduktion ver-40-facht.

Afghanisches Opiumfeld
Bildquelle: Voice of America, Public domain

Iran und Russland haben einen gemeinsamen Aktionsplan erstellt, um die Produktion und den Handel mit illegalen Drogen zu bekämpfen. Ein entsprechendes Dokument wurde am Montag durch Irans Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli und den Direktor der russischen Drogenbekämpfungsbehörde Viktor Iwanow in Moskau unterzeichnet.

Irans und Russlands Geheimdienste werden sich gegenseitig mit Informationen versorgen, in erster Linie über den Mohnanbau und die Drogenproduktion in Afghanistan. Dadurch sollen neue Mechanismen geschaffen werden, um den Drogentransport aus Afghanistan gemeinsam zu bekämpfen. Dafür werden Daten über einzelne Drogenkartelle, deren Handelsrouten, neue Arten von Drogen und auch über Menschenhandel, Geldwäsche und andere Straftaten ausgetauscht.

Der Plan sieht dafür eine gemeinsame Ausbildung und Qualifizierung von Personal aus beiden Ländern vor, sowie den Austausch von Erfahrungen bei der Drogentherapie und Drogenprävention. Der Iran hat eine 900 Kilometer lange Grenze zu Afghanistan. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat das Land Millionen von Dollar investiert, um die Grenzen zu schließen und den Drogenschmuggel zu verhindern.

Aus Afghanistan stammt ein Großteil des Heroins für den europäischen, arabischen und zentralasiatischen Markt. Seit der Eroberung Afghanistans durch die USA hat sich die dortige Heroinproduktion ver-40-facht, die Opium-Anbauflächen ver-26-facht und die Anzahl der Heroinabhängigen hat sich verzehnfacht.

2 Kommentare

  1. Ob sich die CIA ihre HauptEinnahmequelle so ohne weiteres nehmen lässt? Man kennt doch die Dopelmoral und Doppelzüngigkeit der US Regierung und ihrer Helfers Helfer.

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