Russland kritisiert „nicht ganz friedliche“ biologische Forschung der USA


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Russlands Außenminister Lawrow sagte am Donnerstag, dass die USA „nicht ganz friedliche“ biologische Forschung betreiben, unter anderem in Nachbarländern Russlands. Einen Vorschlag Russlands, derartige Forschung unter internationale Kontrolle zu stellen, lehnen die USA aktiv ab.

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Flaggen Russlands und der USA, Bild: Gegenfrage.com

„Es ist bekannt , dass die USA eine Reihe von Projekten auf dem Gebiet der biologischen Forschung betreiben, vor allem einige gemeinsame Forschungsprogramme mit unseren Nachbarländern“ , sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow gestern während eines jährlichen Treffens mit Studenten und Dozenten des Moskauer Instituts für Internationale Beziehungen (MGIMO). Ein Vorschlag Russlands, die Forschung an biologischen Waffen unter internationale Kontrolle zu stellen, wird von den USA abgelehnt.

Aus diesem Grunde sei davon auszugehen, dass die biologische Forschung der USA einen „nicht ganz friedlichen“ Hintergrund habe, so Lawrow. Russland entwickle aktuell einen Kontrollmechanismus für die Forschung an biologischen Waffen. „Die meisten Länder unterstützen diesen Schritt“, so der Außenminister weiter, „während die USA aktiv dagegenwirken.“ Die USA weichen auch einer internationalen Debatte über ihr Biowaffenprogramm aus. Russland werde künftig in Zusammenarbeit mit China den chemischen und biologischen Terrorismus bekämpfen.

Im Jahr 2013 schrieb die Moscow Times, dass Russland die USA der Herstellung von biologischen Waffen in einem im März 2011 eröffneten Labor in Georgien beschuldigte. Die USA verletzen damit offenbar ein Abkommen aus dem Jahr 1975. Die Anschuldigung wurde als „absurd“ zurückgewiesen.



Dennoch existierten derzeit „keine Voraussetzungen“ für einen neuen Kalten Krieg, Lawrow bezeichnete eine solche Entwicklung als „unwahrscheinlich.“ Die aktuelle internationale Situation unterscheide sich „deutlich“ von der Zeit aus dem Kalten Krieg. „Im Gegensatz zur damaligen Zeit haben wir heute keine ideologischen Differenzen“, so Lawrow weiter. Russland und die USA hätten heute gemeinsame Grundsätze und seien zudem beide Mitglieder der UNO und der OSZE.

Quellen: rt, itartass

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