Russland kritisiert US-Bewaffnung syrischer Rebellen


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Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die Waffenlieferungen der Vereinigten Staaten an syrische Rebellen scharf. Dies trage zu einer Verschlechterung des Konflikts bei. Nach langer Zeit hat der Kreml somit erstmals wieder offen Kritik an Washington geübt.

Die russischen Ansagen im Syrien-Konflikt werden gegenüber USA offenbar deutlicher: So sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch während eines Besuchs in Teheran, dass die US-Waffenlieferungen an die Aufständischen in Syrien zu einer Verschlechterung des Konflikts beitrage. Dies war offenbar eine Reaktion auf die Vorwürfe seitens des US-Außenministeriums, dass Russland Kampfhubschrauber an die syrische Regierung geliefert hatte.

Die USA und deren westliche Vasallen hatten Russland einstimmig vorgeworfen, Angriffe seitens syrischer Militärs auf die Zivilbevölkerung zu begünstigen, was Lawrow jedoch vehement zurückwies. Es handle sich bei den Waffenlieferungen lediglich um herkömmliche Flugabwehrsysteme, womit man weder syrische Zivilisten angreifen könne, noch internationales Recht verletzt worden seien. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Dienstag erklärt, dass dies „den Konflikt dramatisch verschärfen“ werde.



„Dies kontrastiert jedoch völlig mit dem, was die Vereinigten Staaten tun“, sagte Lawrow und kritisierte die Waffenlieferungen an die sogenannte syrische Opposition scharf, die nötig seien um gegen die Truppen der Regierung anzukämpfen. Dies war das erste mal seit langer Zeit, dass Moskau direkte und harte Kritik an der US-Regierung geübt hat.

In Syrien finden seit Mitte März 2011 Unruhen statt, bei denen sich Regierungskritiker und -befürworter bekämpfen. Damaskus hatte mehrfach betont, dass die Spannungen in Syrien von ausländischen Eindringlingen orchestriert würden und dass syrische Sicherheitskräfte klare Anweisungen hätten, Zivilisten keinerlei Schaden zuzufügen. Westliche Politiker werfen der syrischen Regierung jedoch vor, Massaker an Zivilisten zu verüben.

2 Kommentare

  1. Das könnte von den Russen vielleicht folgendes bedeuten: „Macht ruhig eure Propaganda, aber bezieht uns in eure miese Medienscheiße nicht mit ein“ oder so.

    Russland, Iran, Syrien usw. sollten eine gigantische Medienkampagne gegen den Westen starten. Diese spartanischen Nachrichtenagenturen kommen einfach nicht an gegen Spiegel, Reuters, NY-Times & Co… Mit wenigen Milliarden für neue Nachrichtenportale könnte man einiges bewirken.

    Mit Waffen kommt man gegen die NATO nicht an. Nur noch mit Information!

  2. Hillary ist doch nur Ratten scharf darauf den Konflikt dramatisch zu verschärfen.
    Wir wissen ja aus welchem Holz die geschnitzt ist.
    Die Russen sitzen in der Zwickmühle,einerseits können sie nicht hart durchgreifen weil sie genau wissen dass das den dritten anzünden würde und so krank im Kopf wie die Amis sind die auch noch nicht.
    Auf der anderen Seite versuchen sie diesem falschen Spiel seitens der Nato,den Arabischen Emirate und Israels entgegen zu wirken.
    Ihr Handlungsmöglichkeiten sind aber leider beschränkt.
    Das geht eben dann so weit biss das Fass überläuft.

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