Rekord: Über 1 Million Briten gehen zu Lebensmittelbanken


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Über eine Millionen Bürger Großbritanniens beziehen ihre Lebensmittel von Tafeln. Dies ist ein neuer Rekord und ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die britische Regierung gab an, dass man nicht sicher sagen könne, was die Ursache für diese Entwicklung sei.

Lebensmittel

Laut neuesten Zahlen für 2014 vom Dienstag des Trussell Trust, der größten Wohltätigkeitsorganisation Großbritanniens, sind erstmals seit Erfassung der Daten im Jahr 2008 über eine Million Briten zu den Tafeln gegangen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Dies ist ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber 2013.

Wie Telesur meldet, behauptet die britische Regierung, dass „nicht genügend Informationen vorliegen“, um sicher sagen zu können, aus welchem Grund immer mehr Menschen die Angebote von Lebensmittelbanken nutzen. Nicht alle Wohltätigkeitsorganisationen würden genaue Zahlen erfassen, weshalb keine präzise Bewertung der Situation durchgeführt werden könne.



Laut einer Presseerklärung von Trussell hängt dies mit den sinkenden Einkommen der Bürger zusammen. Direktor Adrian Curtis erklärte, dass die Zahlen jedoch nur den Teil eines viel größeren Problems aufzeigten. Viele Menschen würden sich schämen, Lebensmittelbanken aufzusuchen, weshalb die tatsächliche Anzahl der Bedürftigen vermutlich weit höher sei.

Lebensmittelbanken, in Deutschland vergleichbar mit den Tafeln, bieten Personen Lebensmittel an, welche sich diese nicht leisten können. Das System wurde im Jahr 1967 in den Vereinigten Staaten geschaffen und hat sich in den letzten zehn Jahren mit der Krise auch in Europa etabliert.

In den vergangenen fünf Jahren sind auch die Obdachlosenzahlen in Großbritannien förmlich explodiert. Insbesondere in der Hauptstadt London ist die Entwicklung alarmierend. Grund dafür sind die krisenbedingten Kürzungen im sozialen Sektor.

4 Kommentare

  1. Die „Tafeln“ sind ein Produkt des Wirtschaftsberaters McKinsey.

    Sie erfüllen mehrere Aufgaben:

    Entsorgungskosten für die Supermärkte senken.
    Prekariat von Hungerrevolten abhalten.
    Beteiligte erhalten kostenlose Werbung, indem sie sich als Doppelplusultra-Gutmenschen feiern lassen.

    Übrigens sind die meisten dieser Tafler, in GB wie in der BRDDR, fremde Invasoren und Besatzer, die sowieso keiner braucht.
    Werft das Gesindel raus und das Problem ist gelöst!

    Erfreulich ist, daß die Albinos von der Insel nun massiv die Früchte ernten, die sie in zwei angezettelten Weltkriegen gesät haben!

  2. Es ist durchaus denkbar das auch menschen dort hin gehen die es nicht wirklich nötig hatten. Ging mit 2002 im letzten Jahr in D. genauso. Ich konnte mich sehr wohl selber ernähren. Aber in User haus kam immer freitags die Tafel. Und so bin ich runter und holte mir alles worauf ich Bock hatte. War einfach und gratis. Zum schämen hatte da keiner Interesse sondern am gratis abgreifen.
    Was ich aber in der Entwicklung bedenklich finde ist das die Obdachlosenzahl steigt. Das sind wirklich Menschen die es nicht können statt welche die sich aus Mietgeiz auf die Strasse legen. Und ich finde die sollten in London im Bankenviertel liegen schön sichtbar für alle. Mit Schild des Grundes, warum weshalb, davor.

  3. Das Steuersparmodell „Tafel“ fehlt in der obigen Aufzählung!
    Der angelieferte Dreck wird noch mit einer Spendenquittung belohnt, zum Neupreis des Mülls natürlich, den sich die Märkte dann auch noch beim Finanzamt zurückholen können.
    Ist ja gemein nützlich, nicht?

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