Nach Trump-Tweet:
Putin: „Wir betreiben keine Twitter-Diplomatie“


Politik/Russland/Syrien/USA

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Mittwoch, dass er keine „Twitter-Diplomatie“ betreibe. Stattdessen hoffe er auf einen „gesunden Menschenverstand“ in einer zunehmend „chaotischen“ Welt.

Putin Trump Twitter-Diplomatie
Putin Trump Twitter-Diplomatie, Bild: Gegenfrage.com

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Mittwoch vor ausländischen Botschaftern: „In der Tat kann man die gegenwärtige globale Situation nur als besorgniserregend bewerten. Die weltweite Situation wird immer chaotischer.“

Er fügte hinzu: „Dennoch hoffen wir, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird und die internationalen Beziehungen wieder auf einen konstruktiven Kurs zurückfinden und das gesamte globale System stabiler und berechenbarer wird.“

Putin versicherte, dass Russland „sich weiterhin konsequent für die Stärkung der globalen und regionalen Sicherheit und Stabilität und für die Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen einsetzen wird, eine konstruktive Zusammenarbeit mit Partnern auf der Grundlage internationaler Rechtsnormen und der UN-Charta aufbauen wird.“

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in Douma erneut Drohungen gegen das Land ausgesprochen hat. Russland hatte angekündigt, sich gegen eventuelle Angriffe der USA zu verteidigen und Raketen gegebenenfalls abzuschießen.

Trump twitterte am Mittwoch: „Russland schwört alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Bereite dich vor Russland, denn sie werden kommen, nett, neu und „smart“! Du solltest nicht Partner eines mit Gas mordenden Tieres sein, das seine Leute tötet und es genießt!“

„Wir betreiben keine Twitter-Diplomatie“

Putin sagte diesbezüglich: „Wir betreiben keine Twitter-Diplomatie. Wir sind Befürworter eines ernsthaften Ansatzes. Wir halten es nach wie vor für wichtig, Schritte zu vermeiden, die der bereits fragilen Situation schaden könnten.“

Unterdessen sagte am Mittwoch ein hochrangiger russischer Militärbeamter gegenüber Reportern, der angebliche chemische Angriff sei inszeniert gewesen, um die ihn der syrischen Regierung anzulasten.

Er sagte: „Am 7. April wurde wahrscheinlich der letzte Versuch unternommen, einen Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta durchzuführen. Die berüchtigten Weißhelme, die als Teil terroristischer Gruppen operieren, inszenierten und filmten einen Chemiewaffenangriff auf Zivilisten in der Stadt Douma.“

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telesur



5 Comments

  1. Da sieht man mal was passieren kann wenn während des Drückvorgangs auf dem Klo beim POTUS die Sauerstoffversorung im Gehirn aussetzt. Blöd nur wenn er beim Urinieren ausversehen aufgrund seiner Hinterlassenschaft ausrutscht und den Knof im „Nuclear Football“ drückt.

  2. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass die syrische Regierung ein Fass mit Chlor abgeworfen habe.
    Das bringt militärisch Null- im Gegenteil.
    Allein der Umstand, dass angeblich verletzten Kindern vor den Kameras das Gesicht gewaschen wird (das erhöht den Grad der Empörung) beweist eher das Gegenteil.
    Die Terroristen wollen ihre Niederlage nicht hinnehmen und versuchen alles, den begrenzten Konflikt zu internationalisieren. Es spricht wirklich nicht für Trump, wenn er auf diese „Fake News“ hereinfällt.
    Russland kann einem Nuklearkrieg (das schrieb ich hier schon einmal) ruhiger entgegensehen wie die Nato Staaten.
    Wenn ich davon ausgehe, dass realistischerweise maximal 50 % der Bevölkerungen sterben müssen, dann können in Russland nur maximal 70 Millionen sterben. Aber allein in den Natostaaten (ohne Japan) etwa 350 Millionen.
    Realistisches Szenarium wäre aber 25 % statt 50 %.
    Denn wir leben heute im 21. Jahrhundert. Und wenn die USA erst einige Wasserstoffbomben großer Leistung abbekommen haben, wird der jeweilige Präsident schnell zum Telefon greifen und die Sache stoppen wollen.
    Nach diesem Krieg würden, auch wenn in USA außer 100 Millionen niemand gestorben ist, Spätfolgen (Leukämie) auftreten. Hinzu kommt, dass dann diese Regierung abgewirtschaftet hätte und überall im Lande Polizeidienststellen von haßerfüllten Amerikanern angegriffen würden. Die Waffen dazu wären da.

  3. Ja, damit hast Du wahrscheinlich recht, Markus.
    Wenn nach einem begrenzten Nuklearkrieg die Welt unterginge, warum forschen dann die Militärs mit viel Geld nach immer mehr Waffen?
    Vorausgesetzt natürlich, dass die Schäden in einem Land nicht so groß werden, das dieses Land dann alles losschickt zum Gegner. Wahrscheinlich wissen das alle Nuklearmächte.
    Eine interessante Überlegung ist die, was die Überlebenden nach den Nukleareinschlägen machen könnten.
    In Russland nicht viel, weil das Volk keine Waffen besitzt.
    In USA, wie Du schreibst, aber sind genügend Waffen bis zur Panzerbüchse in Volkeshand.

  4. Woher kommt die plötzliche Sorge der USA um die Giftgasopfer in Douma ohne Bestätigung der Echtheit und des Verursachers? Hatten Sie etwa diese auch in Vietnam, Hiroshima und im Irak? Zumindest haben diese geschichtsträchtigen Orte von Tragödien eines gemein – schön weit weg von Amerika. Erst ganze Regionen destabilisieren und deren Wirtschaft schwächen um dann selbst davon zu profitieren. Das Schlimmste jedoch ist, die europäischen Bündnispartner wollen auch noch mitmachen beim Tanz auf dem Vulkan. Sind die Menschen in Europa wirklich so blind und unbelehrbar oder einfach nur satt und lebensmüde?

  5. Ich denke, die Überlebenden werden die Toten beneiden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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