Putin würde „Kollaps der Sowjetunion rückgängig machen“


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Putin sagte am Freitag in Kaliningrad, dass er den Zusammenbruch der Sowjetunion rückgängig machen würde, wenn er könnte.

Putin Sowjetunion
Putin Sowjetunion, Bild: Gegenfrage.com

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Freitag, dass er den Zusammenbruch der Sowjetunion rückgängig machen würde, wenn er eine Chance hätte, die moderne russische Geschichte zu verändern, meldet die Moscow Times.

Putin wurde in der russischen Exklave Kaliningrad darauf angesprochen, welches Ereignis in der russischen Geschichte er ändern würde, wenn er könnte. „Den Zusammenbruch der Sowjetunion“, schoss er sofort zurück.

Er nutzte den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland, um den Patriotismus zu stärken und ein neues Gefühl der russischen Identität aufzubauen. Der russische Präsident fügte jedoch hinzu, dass er lieber im „Hier und Jetzt“ lebe, als seinerzeit.

Dazu muss angemerkt werden, dass in Russland am 18. März Wahlen stattfinden. Laut Umfragen wird Putin diese mit überwältigender Mehrheit gewinnen.

Putin traf früher bereits ähnliche Aussagen

Putin, der in der Sowjetzeit im KGB diente, bezeichnete den sowjetischen Niedergang 1991 in einer Rede von 2005 als „größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Jahre später sagte er gegenüber dem US-Regisseur Oliver Stone, dass er für diese Auffassung oft kritisiert werde. Er begründete diese jedoch.

„25 Millionen Russen befanden sich über Nacht im Ausland“, so der Präsident. „In der Tat handelt es sich dabei um eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Russischstämmige Bürger der Sowjetunion, welche im Ausland lebten und arbeiteten, waren plötzlich Ausländer und verloren teilweise ihre Rechte. Die Sozial- und Krankenversicherung kollabierte, ganze wirtschaftliche Branchen brachen weg, die Armee war in desolatem Zustand und Millionen Menschen verarmten.“

In der Sowjetunion hätten fast bürgerkriegsähnliche Zustände geherrscht, führte Putin damals weiter aus. Als Geheimdienstdirektor habe er dies sehr gut beobachten können.

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moscowtimes

4 Kommentare

  1. Ich bin nicht unbedingt ein großer Freund der Russen- und zwar wegen deren noch heute verlogener Darstellung des letzten Weltkrieges.
    Aber aus geopolitischen Gründen muss ich Alexander Putin Recht geben. Gorbatschow, der Mann mit dem Kainsmal, bzw. dem Feuermal im Gesicht, hat die Sowjetunion als Machtfaktor für ein Butterbrot und wohlfeilen Versprechungen geopfert.
    Ich denke, er hat das heute begriffen.
    Aber es ist zu spät. Bald stehen nicht nur Abwehrraketen der Nato in den ehemaligen Sowjetrepubliken, sondern auch welche mit nuklearen Sprengköpfen. Noch nicht, aber bald!
    Denn das ist die Logik der Eskalation.
    So ziemlich alle Vereinbarungen Gorbatschows mit Kohl und Bush wurden gebrochen. Dann wurde der Saufkopp Jelzin in die Wüste geschickt und Putin versucht zu retten was zu retten ist.
    Dabei stellt er sich durchaus geschickt an. Vor allem im Vergleich zu den außenpolitischen Aktionen des D. Trump.

  2. Hallo Markus,
    zusammenfassend könnte man sagen:
    Schaut her, was die Amis mit Staaten und Menschen machen, wenn sie ihnen vertrauen.
    Ohne die USA würden nicht schon wieder deutsche Panzer an der russischen Grenze stehen.
    Natürlich wünsche ich mir keinen Krieg zwischen USA und Iran, aber den Amis gönne ich ihn.
    Wieder Billionen weg.
    Die gut bezahlten Strategen im Pentagon bereifen einfach nicht, dass einen Krieg gegen Freiheitskämpfer/Partisanen/Guerillas noch nie eine reguläre Armee auf dieser Welt gewonnen hat.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Hallo Helmut,

    genau: gegen Partisanen hat noch keine reguläre Armee gewonnen.
    Wobei man dazu sagen muss, dass durch die spätere Verwendung von mehr und mehr antisowjetischer Sowjetkämpfer bei der „Bandenbekämpfung“ immer größere Erfolge gegen die Partisanen und deren Hinterhalte möglich wurden. Am Anfang wurde zur Bekämpfung der Partisanen, welche in Zivilkleidung auftraten und nie direkt, sondern immer aus dem Hinterhalt heraus kämpften, die Wehrmacht eingesetzt. Später wurden speziell geschulte Verbände der Waffen SS eingesetzt. Später, ich glaube so um 1943/44, kam man auf die Idee sowjetische Freiwillige einzusetzen, welche ebenfalls in Zivil auftraten. Dadurch wurde den Partisanen das Leben sehr erschwert. Denn bis dahin war der Partisan nicht zu erkennen, der deutsche Soldat aber infolge seiner Uniform schon. Allerdings lies die Kampfesfreude dieser „Antipartisanen“ deutlich nach, je näher sich die Front in Richtung Westen bewegte.

  4. An Helmut Josef Weber,
    das ist nicht richtig. Ein solcher asymetrischer Krieg wurde schon gewonnen. Da hiess es Natives, also Indianer, gegen europäische Einwanderer, also die amerikanische Kavallerie.
    Unabhängig, wer was gemacht hat, muß man leider feststellen, dass jede Hinterhältigkeit angewendet wird in der Weltpolitik. Und dass der skrupellosere Akteur im Vorteil ist. Die Amerikaner selbst haben vorgemacht, was ihnen selbst droht, sollten sie mal schwächeln. Die Russen haben bewiesen, dass sie in der Not nicht auf den Knopf drücken.
    Wäre ein verlustreicher konventioneller Konflikt geeignet, um das militärische Potential der USA derart zu ermatten, dass sie sich auf Normalgröße wiederfinden? Denn bisher ging die Zerstörung des Irak, Libyens, und Syriens mit rellativ geringen Aufwand für die USA über die Bühne. Der Rohstoffkrieg legt es gar nicht auf einen Sieg über Freiheitskämpfer an, sondern sichert nur Ressourcen.

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